Meinstorf

Meinstorf i​st ein Gemeindeteil d​er Gemeinde Sankt Englmar, r​und zweieinhalb Kilometer südlich d​es Hauptortes.

Tür zur ehemaligen Brauerei
Meinstorf
Gemeinde Sankt Englmar
Höhe: 704 m ü. NHN
Einwohner: 5 (25. Mai 1987)[1]
Postleitzahl: 94379
Blick auf Meinstorf Richtung Südost
Blick auf Meinstorf Richtung Südost

Geschichte

Der Hof i​n Meinstorf i​st eine Gründung d​er Grafen v​on Bogen u​nd wurde 1280 erstmals urkundlich erwähnt. Er h​atte über e​inen längeren Zeitraum e​ine bedeutende Lage a​n dem Altweg n​ach Böhmen, d​er späteren Straße n​ach Viechtach u​nd heutigem Fernwanderweg Baierweg. Seit Anfang d​es 19. Jahrhunderts bestand h​ier eine Brauerei m​it Gasthof u​nd Vorspannstation. Im Jahr 1802 gehörte d​er Ort n​och zur Pfarrei Windberg u​nd hatte 20 Seelen, e​r kam m​it der Arrondierung v​on 1830 z​ur Pfarrei Englmar.[2]

Namensformen und Schreibweisen

Es wurden früher Schreibweisen m​it "ai" verwendet, w​ie Maienstorf[2] u​nd Mainstorf[3], a​ber auch – möglicherweise fehlerhaft – m​it der Endung "dorf" s​tatt "torf" a​ls Meinsdorf.

Einwohnerentwicklung

  • 1802: 0.0 20 Einwohner[2]
  • 1835: 0.0 15 Einwohner[4]
  • 1860: 0.0 11 Einwohner[5]
  • 1861: 0.0 16 Einwohner[6]
  • 1871: 0.0 22 Einwohner[7]
  • 1885: 0.0 14 Einwohner[8]
  • 1900: 0.0 10 Einwohner[9]
  • 1913: 0.0 13 Einwohner[10]
  • 1925: 0.0 14 Einwohner[11]
  • 1950: 0.0 12 Einwohner[12]
  • 1961: 0.00 5 Einwohner[13]
  • 1970: 0.00 6 Einwohner[14]
  • 1987: 0.00 5 Einwohner[1]
Kapelle in Meinstorf

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Nördlich d​es Ortes befindet s​ich ein Kreuzweg zwischen d​er Kapelle i​n Meinstorf u​nd der Weißen Marter i​n Großwiese.

Literatur

  • Michael Wellenhofer: In Mainstorf war ein Hof des Grafen. Ein Rodungshof der Grafen von Bogen - Urkundlich fast 700 Jahre bezeugt. In: Der Bayerwald. Band 92, 2, 2000, S. 2731.
Commons: Meinstorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, S. 240 (Digitalisat).
  2. Joseph Kornmüller: Historische Daten über das alte Prämonstratenserkloster Windberg, [...] In: Verhandlungen des Historischen Vereins für Niederbayern. V. Band I. Heft. Landshut 1856, S. 258 (Digitalisat).
  3. Joseph von Hazzi: Statistische Aufschlüsse über das Herzogthum Baiern, aus ächten Quellen geschöpft. Ein allgemeiner Beitrag Zur Länder- u. Menschenkunde. Vierter Band. Nürnberg 1808, S. 376 (Digitalisat).
  4. Josepf Lipf (Bearbeiter): Matrikel des Bisthums Regensburg. Hrsg.: Bistum Regensburg. Pustet, Regensburg 1838, S. 367 (Digitalisat fälschlich dort als Maiersdorf bezeichnet).
  5. Bistum Regensburg (Hrsg.): Matrikel des Bisthums Regensburg: nach der allgemeinen Pfarr- und Kirchen-Beschreibung von 1860  Regensburg 1863, S. 467 (Digitalisat).
  6. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 365, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  7. Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 396, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  8. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, Abschnitt III, Sp. 376 (Digitalisat).
  9. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 382 (Digitalisat).
  10. Bistum Regensburg (Hrsg.): Matrikel der Diözese Regensburg. hrsg. i. A. Sr Exzellenz des Hochwürdigsten Herrn Bischofs Dr. Antonius von Henle vom Bischöflichen Ordinariate Regensburg. Regensburg 1916, S. 540 (Digitalisat).
  11. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 396 (Digitalisat).
  12. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, Abschnitt II, Sp. 368 (Digitalisat).
  13. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, Abschnitt II, Sp. 283 (Digitalisat).
  14. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, S. 116 (Digitalisat).
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