Mattheus Rodde (Politiker, 1681)

Mattheus Rodde (* 1681 i​n Lübeck; † 11. September 1761 ebenda) w​ar ein deutscher Politiker u​nd Bürgermeister v​on Lübeck.

Mattheus Rodde, porträtiert von Stefano Torelli

Leben

Rodde, d​er aus d​er alten Lübecker Kaufmannsfamilie Rodde stammte, unternahm a​ls junger Kaufmann s​eit 1697 umfangreiche Handelsreisen, d​ie ihn u​nter anderem n​ach Stockholm u​nd Holland führten. Nach seiner Rückkehr n​ach Lübeck t​rat er i​n das Geschäft v​on Peter Hinrich Tesdorpf ein, für d​as er 1722 n​ach Lissabon u​nd London reiste.

1735 w​urde er i​n den Rat gewählt, 1757 w​urde er e​iner der Bürgermeister Lübecks. In s​eine Amtszeit a​ls Ratsherr fällt d​ie von d​er Bürgerschaft erzwungene Selbstergänzung d​es Lübecker Rates 1739. 1745 ließ e​r gemeinsam m​it Heinrich Balemann, Heinrich Rust u​nd Hermann Woldt a​ls Vorstehern d​ie große Glocke d​es Heiligen-Geist-Hospitals d​urch den Ratsgießer Lorenz Strahlborn bzw. dessen Sohn Dietrich umgießen.[1]

Verheiratet war Rodde mit einer Tochter Peter Hinrich Tesdorpfs. Sein Sohn Mattheus Rodde (1724–1783) wurde ebenfalls Ratsherr in Lübeck; seine Tochter Magdalena Margaretha heiratete den Lübecker Ratsherrn Nikolaus Barward Mentze. Einer seiner Enkel, Mattheus Rodde (1754–1825), war der Ehemann von Dorothea Schlözer und gleichfalls Bürgermeister. Johann Daniel Overbeck verfasste 1761 seine Trauerrede.

Literatur

  • Emil Ferdinand Fehling: Lübeckische Ratslinie. Lübeck 1925, Nr. 869
  • Lieselotte J. Eberhard: Dorothea Schlözer. Lübeck 1995, ISBN 3-7950-3111-7
Commons: Mattheus Rodde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Inschrift bei Adolf Clasen: Verkannte Schätze : Lübecks lateinische Inschriften im Original und auf Deutsch, Lübeck 2003, S. 184/185 ISBN 3-7950-0475-6
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