Lokalkaplanei

Die Lokalkaplanei i​st eine Bezeichnung a​us der josephinischen Kirchenreform d​er 1780er-Jahre i​n den Habsburgischen Erblanden. Ehemalige Kloster- u​nd Wallfahrtskirchen s​owie dörfliche Filialkirchen, z​u denen n​ur kleine Wohngemeinden gehörten, wurden, w​enn nicht profaniert, e​inem definierten Seelsorgsbezirk zugeordnet u​nd mit e​inem Lokalkaplan besetzt, d​er rechtlich u​nd finanziell e​inem Pfarrer n​icht gleichgestellt war. Um 1880 w​urde die Rechtsform d​er Lokalkaplanei aufgehoben; d​ie Kirchen wurden entweder Pfarr- o​der Filialkirchen. Die inzwischen eingebürgerte Bezeichnung b​lieb jedoch vielfach i​n Gebrauch.[1]

Einzelnachweise

  1. Begriffserläuterung (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive) (zelking.com, mit Falschschreibung „Lokalplanei“); Quellenangabe dort: Dr. Gottfried Auer, Ordinariatskanzler
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