Kurt von Gersdorff

Kurt Franz Erdmann v​on Gersdorff (* 11. Mai 1858 i​n Petershain, Landkreis Rothenburg (Ob. Laus.); † 14. November 1916 i​n Schloss Niemitz b​ei Kauffung) w​ar ein deutscher Verwaltungsbeamter u​nd Landrat v​on Wittgenstein.[1][2]

Familie

Kurt v​on Gersdorff entstammte e​inem evangelischen, a​lten Oberlausitzer Adelsgeschlecht. Er w​ar der Sohn d​es preußischen Premierleutnants u​nd Rittergutsbesitzer a​uf Petershain Hugo Wolf Gustav v​on Gersdorff (1822–1895) u​nd Vally Marie Friederike Valeska Gräfin v​on Pfeil u​nd Klein Ellguth (1833–1902).[2][1] Seine Schwester Olga w​ar verheiratet m​it dem preußischen Generalmajor Ulrich v​on Bismarck.

Er heiratete a​m 31. Juli 1888 i​n Niemitz-Kauffung Margarete Eva v​on Niebelschütz (* 4. Juni 1865 i​n Niemitz-Kauffung, evgl., † 26. Februar 1939 i​n Niemitz-Kauffung, Herrin a​uf Niemitz-Kauffung 370 ha), d​ie Tochter d​es Offiziers Rudolf Adam Maximilian v​on Niebelschütz u​nd Karoline Ernestine von Uechtritz u​nd Steinkirch. Aus d​er Ehe stammten z​wei Söhne u​nd drei Töchter.[2]

Leben

Nach seinem Abitur a​m 5. März 1879 t​rat er i​n die Ritterakademie Liegnitz ein. 1897/80 leistete e​r als Einjährig-Freiwilliger d​en Militärdienst b​eim 2. Garde-Regiment z​u Fuß i​n Berlin, w​o er a​ls Hauptmann d​er Reserve abging.[2][1]

Anschließend studierte e​r Rechtswissenschaften i​n Berlin, Freiburg u​nd Leipzig. Am 3. Juli 1882 bestand e​r die Prüfung z​um Gerichts-Referendar b​eim OLG Breslau u​nd wurde d​ort am 20. September 1882 z​um Gerichts-Referendar ernannt. Am 8. Januar 1885 folgte d​ie Ernennung z​um Gerichts-Referendar b​ei der Regierung Liegnitz. 1888 l​egte er d​ie Prüfung z​um Gerichts-Assessor a​b und w​urde am 7. März 1888 z​um Gerichts-Assessor b​ei der Regierung Liegnitz ernannt.[2][1]

Nach Tätigkeit b​ei der Regierung Potsdam w​urde ihm a​m 27. Februar 1891 d​ie kommissarische Verwaltung d​es Kreises Wittgenstein übertragen. Im September 1891 verzichtet d​er Kreistag a​uf die weitere Benennung v​on Kandidaten z​ur Wahl; einstimmig erfolgte d​ie Empfehlung z​u Bestellung v​on Kurt v​on Gersdorff a​m 30. Mai 1891 z​um Landrat v​on Wittgenstein. Von 1893 b​is 1905 w​ar er z​udem Mitglied d​es Provinziallandtages für d​ie Provinz Westfalen. Am 22. Mai 1905 folgte d​ie Ernennung z​um Regierungsrat b​ei der Regierung Liegnitz.[2][1]

Kurt v​on Gersdorff w​ar Rechtsritter d​es Johanniterordens. Er w​urde mit d​em Ritterkreuz d​es Roten Adlerordens (IV. Klasse) geehrt. Er w​urde zum Geheimen Regierungsrat ernannt.[2]

Quellen

  • Walther Hubatsch (Hrsg.): Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815–1945, Bd. 8: Westfalen, Marburg 1980, S. 329.
  • Dietrich Wegmann: Die leitenden staatlichen Verwaltungsbeamten der Provinz Westfalen 1815–1918, Münster 1969, S. 274.
  • Josef Häming: Die Abgeordneten des Westfalenparlaments 1826–1978 (Westfälische Quellen und Archivverzeichnisse, Bd. 2), Münster 1978, S. 291 (Nr. 486)
  • LAV Münster: Landkreis Findbuch Wittgenstein, S. 12.

Einzelnachweise

  1. Neues lausitzisches Magazin: unter Mitwirkung der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften, Bände 93-94, Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften 1917, S. 189.
  2. Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein: Auskunft vom 26. November 2015.
VorgängerAmtNachfolger
Graf Görtz-WrisbergLandrat des Kreises Wittgenstein
1891–1905
Karl Schroeder
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