Klaus Vogel (Museumsleiter)

Klaus Vogel (* 27. März 1956 i​n Eislingen/Fils) i​st ein deutscher Kulturwissenschaftler u​nd Museumsleiter.

Leben und Wirken

Klaus Vogel studierte a​n der Eberhard Karls Universität Tübingen Soziologie, Psychologie, Politikwissenschaft, Empirische Kulturwissenschaft u​nd Erziehungswissenschaften. In d​er Magisterarbeit Industrialisierung i​n Schwäbisch Gmünd befasste e​r sich m​it Vorarbeiten für e​in Fabrikmuseum. Ab 1988 w​ar er Geschäftsführer d​es Schwäbischen Heimatbundes i​n Stuttgart. 1991 w​urde er Museums- u​nd Ausstellungsleiter u​nd stellvertretender Direktor d​es Deutschen Hygiene-Museums i​n Dresden. 1996 w​urde er Museumsdirektor u​nd 1999 Vorsitzender d​es Vorstands d​er Stiftung Deutsches Hygiene-Museum. 2021 w​urde er Mitglied d​es Vorstandes.

Klaus Vogel w​ar von 1998 b​is 2007 Vorstandsvorsitzender d​er Stiftung Weingutmuseum Hoflößnitz i​n Radebeul. Ab 2007 i​st er Mitglied i​m Beirat d​er Stiftung Landesmuseum für Technik u​nd Arbeit i​n Mannheim u​nd ab 2012 Mitglied i​m Sächsischen Kultursenat[1]. Er i​st Mitglied d​es Wissenschaftlichen Beirates d​es Stiftungsrates Schlesisches Museum z​u Görlitz,[2] d​es Wissenschaftlichen Beirats d​er Stiftung Sächsische Gedenkstätten[3] u​nd des Programmbeirates d​es Zentrums für Baukultur Sachsen[4].

Zum 1. Januar 2022 w​urde er n​ach Erreichung d​es Ruhestandes a​ls Direktor d​es Hygiene-Museums v​on der Kulturanthropologin Iris Edenheiser (* 1977) abgelöst.[5][6][7]

Schriften

  • Industrialisierung in Schwäbisch Gmünd. Konzeptionelle Vorarbeiten für ein Fabrik-Museum. Magisterarbeit. Universität Tübingen 1986. Band 1: Hauptwerk. OCLC 551945217. Band 2: Materialanhang. OCLC 551945629.
  • mit Jochen Bender: Konzeption für ein Museum in Ebersbach an der Fils. 1988, OCLC 843484020.
  • mit Nicola Lepp, Martin Roth (Hrsg.): Der Neue Mensch. Obsessionen des 20. Jahrhunderts. Cantz, Ostfildern-Ruit 1999, ISBN 3-89322-960-4.
  • mit Enrico Bellezza, Michael Kilian: Der Staat als Stifter. Stiftungen als Public-Private-Partnerships im Kulturbereich. Bertelsmann-Stiftung, Gütersloh 2003, ISBN 3-89204-667-0.
  • (Hrsg.): Das Deutsche Hygiene-Museum Dresden. 1911–1990. Konzeption, Text und Bildauswahl Peter Bexte. Sandstein, Dresden 2003, ISBN 3-930382-99-7.
  • (Hrsg.): Deutsches Hygiene-Museum Dresden. Prestel, München/Berlin/London/New York 2005, ISBN 3-7913-3371-2.
  • mit Petra Lutz (Hrsg.): Kraftwerk Religion. über Gott und die Menschen. Ausstellungskatalog. Wallstein, Göttingen 2010, ISBN 978-3-8353-0764-3.
  • mit Susanne Wernsing, Christian Geulen (Hrsg.): Rassismus. die Erfindung von Menschenrassen. Ausstellungskatalog. Wallstein, Göttingen 2018, ISBN 978-3-8353-3226-3.
  • mit Naika Foroutan, Christian Geulen u. a. (Hrsg.): Das Phantom „Rasse“. Zur Geschichte und Wirkungsmacht von Rassismus. Konferenzschrift. Böhlau, Köln/Göttingen 2018, ISBN 978-3-412-50452-6.
  • mit Gisela Staupe (Hrsg.): Themen zeigen im Raum. Ausstellungen des Deutschen Hygiene-Museums. Hatje Cantz, Berlin 2018, ISBN 978-3-7757-4399-0.

Einzelnachweise

  1. Mitglieder des Sächsischen Kultursenats
  2. Wissenschaftlicher Beirat auf der Website des Schlesisches Museums zu Görlitz
  3. Wissenschaftlicher Beirat auf der Website der Stiftung Sächsische Gedenkstätten
  4. Mitglieder auf der Website des Zentrums für Baukultur Sachsen
  5. Hygiene-Museum in Dresden bekommt neue Leitung. In: Monopol. 25. Mai 2021, abgerufen am 8. September 2021.
  6. Hygiene-Museum Dresden bekommt ab 2022 eine Chefin auf mdr.de, 25. Mai 2021, abgerufen am 8. September 2021.
  7. Heiko Nemitz: Hygiene-Museums-Direktor geht heute in den Ruhestand: „Jede Ausstellung hatte ihren Zauber“. In: Tag24. 31. Dezember 2021, abgerufen am 1. Januar 2022.
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