Kirche Hl. Großmärtyrer Dimitri (Zemun)
Die Kirche Hl. Großmärtyrer Dimitri (serbisch:Црква светог великомученика Димитрија, Crkva svetog velikomučenika Dimitrija), bekannt auch als Hariševa kapela (Харишева капела), ist eine Serbisch-orthodoxe Friedhofskirche in der serbischen Hauptstadt Belgrad.
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Sie ist mit anderen orthodoxen und katholischen Kirchen ein Wahrzeichen Zemuns. Die Kirche gehört zur Erzeparchie von Belgrad und Karlovci der Serbisch-orthodoxen Kirche.
Lage
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Die Kirche steht im Zentrum des Belgrader Stadtteils Zemun, an der Straße Grobljanska Ulica auf orthodoxen Friedhof zu Zemun. Nahe der Kirche befindet sich die Straße Ulica Sibinjanin Janka. Das Gotteshaus steht nicht weit vom Ufer der Donau. Gegenüber der Kirche befindet sich der Gardoš-Turm, ein weiters Zemuner Wahrzeichen.
Geschichte
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Die Kirche wurde von 1874 bis 1878 im Auftrag des Zemuner Kaufmanns Grigorije Hariš erbaut und dem Hl. Großmärtyrer Demetrios von Thessaloniki (serbisch: Dimitrije Solunski) gewidmet, dem Schutzpatron (Slava) der Familie Petrović. Der auch als Hariševa kapela (Kapelle/Kirche des Hariš) bekannte Kirchenbau geht auf ein Vermächtnis seiner Frau Marija, geb. Petrović, zurück, die als eigentliche Ktitorin der Kirche gilt.
Am Bau beteiligt waren der Architekt Svetozar Ivačković, der Baumeister Josif Marks, der Maler Pavle Simić, der die Ikonen der Ikonostase und die Fresken malte, Jovan Kistner, der Tischler der Ikonostase und Samuel Kolmajer, der die Ikonostase vergoldete.
Architektur
Der Bau wurde im neobyzantinischen Stil über dem Grundriss eines griechischen Kreuzes errichtet und mit einer Kuppel an der Kreuzung der Kirchenschiffe versehen. Die u. a. für die beiden Zemuner Familien Petrović-Hariš bedeutende Kirche ist ein Werk des bekannten serbischen Architekten Svetozar Ivačković an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Die Ausmalungen des serbischen Malers des Klassizismus Pavle Simić sollten dessen letztes Werk werden.
Nach großen Restaurierungsarbeiten erstrahlt die Kirche seit 2017 im neuen Glanz.
Literatur
- 1.Branko Najhold, Zemunske crkve, Trag, Zemun, 1993
Quellen
- Artikel über die Kirche auf der Seite Spomenici kulture, serbisch
- Artikel über die Kirche auf der Seite Beogradskonasledje, serbisch