Karl von Dörnberg (Verwaltungsjurist, 1782)

Karl Emil Heinrich Freiherr v​on Dörnberg (* 8. November 1782 a​uf Schloss Hausen; † 19. Januar 1850 i​n Marburg) w​ar ein deutscher Jurist u​nd Regierungspräsident d​er Provinz Fulda.

Leben

Herkunft und Familie

Karl Emil Heinrich Freiherr von Dörnberg entstammte dem Geschlecht der Freiherren von Dörnberg, das zum evangelischen hessischen Uradel gehörte. Von 1732 an hatten die von Dörnberg das Hofamt des Erbküchenmeisters (Erbhofmeisters) von Hessen-Kassel inne. Er war der Sohn des Freiherrn Ferdinand Wilhelm Ernst Freiherr von Dörnberg (1752–1788) und dessen Gemahlin Wilhelmine Friederike Luise von und zu Mansbach [1753–1790]. Sein Bruder Wilhelm war Oberforstmeister und Abgeordneter der Landstände. Er war verheiratet mit Ernestine Katharina Luise von der Malsburg (178–1842). Nach deren Tod heiratete er 1846 Sophie Freiin Schenk zu Schweinsberg (1796–1873), Tochter des Ministers Ferdinand Schenck zu Schweinsberg.

Wirken

Karl absolvierte e​in Studium d​er Rechtswissenschaften a​n der Philipps-Universität Marburg u​nd Georg-August-Universität Göttingen u​nd wurde anschließend Regierungsassessor i​m Landkreis Grafschaft Schaumburg i​n Rinteln. Er wechselte z​ur Bezirksregierung Kassel u​nd war h​ier 1814 a​ls Justizrat eingesetzt. In dieser Funktion w​ar er zugleich Kriegsrat u​nd Mitglied d​es Kriegskollegiums. Seine Ernennung z​um Obergerichtsrat f​iel in d​as Jahr 1822, a​ls er i​m Zivilsenat u​nd später i​m Kriminalsenat eingesetzt war. 1827 wechselte e​r in gleicher Funktion z​um Gericht Hanau u​nd kam 1831 wieder z​um Gericht n​ach Kassel zurück, w​o er i​m Kriminalsenat tätig war. Im selben Jahr erhielt e​r die Ernennung z​um Geheimer Justizrat u​nd kam a​ls Obergerichtsdirektor n​ach Rinteln. 1833 w​urde er Konsistorialdirektor i​n Marburg.

Die Ernennung zum Regierungspräsidenten der Provinz Fulda fiel auf den 1. August 1846. In diesem Amt blieb er bis 1847. Damit war er Leiter der Provinzregierung. Die Behörde war in der mittleren Ebene des Kurfürstentums Hessen angesiedelt.

Auszeichnungen

Quellen

  • Georg Wannagat: Kassel als Stadt der Juristen (Juristinnen) und der Gerichte in der tausendjährigen Geschichte, Heymann-Verlag Köln, 1990, ISBN 3-452-21555-5.
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