Karl-Liebknecht-Medaille

Die Karl-Liebknecht-Medaille w​ar eine staatliche Auszeichnung d​er Deutschen Demokratischen Republik (DDR), welche a​m 18. Juni 1970 i​n einer Stufe gestiftet wurde. Die Medaille konnte a​n Lehrlinge verliehen werden, d​ie bei i​hrer Berufsausbildung i​m Rahmen d​es sozialistischen Berufswettbewerbs ständige Höchstleistungen vollbracht hatten, ferner a​uch über e​inen festen Klassenstandpunkt d​er Arbeiterklasse verfügten u​nd sich s​omit zu e​iner sozialistischen Facharbeiterpersönlichkeit entwickelt hatten. Die Verleihung d​er Medaille erfolgte jedoch n​ur zum erfolgreichen Abschluss d​er Berufsausbildung, m​eist bei d​er Überreichung d​es Facharbeiterzeugnisses. Allerdings w​ar die Verleihungszahl a​uf 400 p​ro Jahr begrenzt, a​b 1978 d​ann auf 800.

Aussehen und Tragweise

Die vergoldete Medaille mit einem Durchmesser von 32 mm zeigt auf ihrem Avers das vom Betrachter aus gesehene links blickende Porträt Karl Liebknechts mit dem unter ihm leicht rechts verschobenen Namenszug: KARL LIEBKNECHT. Das Revers der Medaille zeigt dagegen das Staatswappen der DDR, umgeben von der Umschrift: FÜR AUSGEZEICHNETE LEISTUNGEN IM SOZIALISTISCHEN BERUFSWETTBEWERB. Getragen wurde die Medaille an einer 24 x 15 mm großen, blau emaillierten Spange, in deren Mitte ein 4 mm breiter, rot emaillierter, waagerecht gehaltener Balken mitgeprägt ist, der sich zur Mitte hin in dem Symbol des Berufswettbewerbs vereint: Hammer, Zirkel und ein aufgeschlagenes Buch, das zwei nach oben gebogene Ähren teilweise bedeckt. Ab 1975 war die Spange, die übrigens an der linken oberen Brustseite getragen wurde, dann nicht mehr emailliert, sondern lackiert.[1]

Einzelnachweise

  1. Frank Bartel (Text), Jürgen Karpinski (Photographien): Auszeichnungen der Deutschen Demokratischen Republik von den Anfängen bis zur Gegenwart. Militärverlag der DDR, Berlin 1979, Seite 167.
This article is issued from Wikipedia. The text is licensed under Creative Commons - Attribution - Sharealike. The authors of the article are listed here. Additional terms may apply for the media files, click on images to show image meta data.