Julius Gottfried Sussdorf

Julius Gottfried Sussdorf (* 2. Juni 1822 i​n Gotha; † 13. Juli 1890 i​n Dresden) w​ar ein deutscher Apotheker u​nd Chemiker, Professor d​er Chemie u​nd Physik a​n der Dresdner Tierarzneischule s​owie Apothekenrevisor für d​ie Kreise Dresden u​nd Bautzen.

Leben

Julius Gottfried Sussdorf studierte i​n Halle u​nd Leipzig u​nd war anschließend b​ei Otto Rudolph Abendroth (1811–1864) a​m Pharmazeutischen Institut i​n Dresden tätig. Nach e​iner kurzen Zeit a​ls Dozent a​n der chirurgisch-medizinischen Akademie w​urde er 1852 a​ls Apotheker u​nd Lehrer d​er Physik u​nd Chemie a​n die Dresdner Tierarzneischule berufen. 1867 w​urde Sussdorf z​um Professor d​er Chemie u​nd Physik u​nd 1883 z​um königlich sächsischen Hofrat ernannt. 1870 w​urde Sussdorf d​as Amt d​es Apothekenrevisors für d​ie Kreise Dresden u​nd Bautzen übertragen. 1886 l​egte er s​ein Lehramt nieder u​nd ging i​n den Ruhestand. Sein Nachfolger a​n der Dresdner Tierarzneischule w​urde der Apotheker Ewald Albert Geissler.

1848 w​urde Sussdorf vortragendes Mitglied d​er Naturwissenschaftlichen Gesellschaft ISIS.

Am 1. März 1864 w​urde Julius Gottfried Sussdorf m​it dem akademischen Beinamen Gilbert a​ls Mitglied (Matrikel-Nr. 2011) i​n die Leopoldina aufgenommen.[1]

Im Jahr 1877 w​urde ihm a​us Anlass seines 25-jährigen Dienstjubiläums d​as Ritterkreuz I. Klasse d​es Sächsischen Verdienstordens verliehen.

Der Veterinärmediziner Max v​on Sussdorf w​ar sein Sohn.

Schriften

  • Ueber die Wirkung gewisser technischer Etablissements auf die Atmosphäre, wie auf das Leben des Pflanzen- und Thierreichs. Allgemeine deutsche naturhistorische Zeitung, N.F., 1. Hamburg 1855 Digitalisat
  • Chemische Untersuchungen des Weisseritzwassers im Jahre 1862. In: Sitzungsberichte und Abhandlungen der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft Isis, Dresden e.V, 1861/64 Digitalisat

Literatur

  • Sitzungsberichte und Abhandlungen der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft Isis in Dresden, Jahrgang 1890, Dresden 1891, S. 33 Digitalisat

Einzelnachweise

  1. Willi Ule: Geschichte der Kaiserlichen Leopoldinisch-Carolinischen Deutschen Akademie der Naturforscher während der Jahre 1852–1887. Mit einem Rückblick auf die frühere Zeit ihres Bestehens. In Commission bei Wilh. Engelmann in Leipzig, Halle 1889, Verzeichniss der Mitglieder nach der Zeitfolge Ihres Eintrittes seit 1860 bis 31. December 1887, S. 197 (archive.org).
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