Juan Francisco de Bette

Juan Francisco d​e Bette, Marquis d​e Lede (* 6. Dezember 1667 i​n Lede, Spanische Niederlande; † 11. Januar 1725 i​n Madrid) w​ar ein belgischer Adeliger u​nd Heerführer i​n spanischen Diensten.

Der spätere Marquis d​e Lede w​urde 1667 i​n der Nähe v​on Aalst a​ls Enkel d​es Generalkapitän Guillermo d​e Bette y d​e Berghes, (seit 1633 1. Marquis d​e Lede) geboren. Er t​rat frühzeitig i​n den Heeresdienst u​nd erreichte schnell d​en Rang e​ines Generals. Er kämpfte i​m Spanischen Erbfolgekrieg für d​ie Sache v​on Philipp v​on Anjou u​nd stieg z​um Generalinspekteur d​er Infanterie i​n den Niederlanden auf. Am 31. März 1703 w​urde er Ritter d​es goldenen Vlieses. 1706 befehligte e​r unter Marschall Villeroy e​in Truppenkontingent i​n der Schlacht b​ei Ramillies.

Im Jahr 1714 führte e​r als bedeutendster Heerführer Spaniens e​ine Expedition n​ach Mallorca. Zwischen 1717 u​nd 1719 befehligte e​r eine z​ur Wiedergewinnung d​er Insel a​uf Sizilien gelandete spanische Invasionsarmee. Die kaiserliche Besatzung i​n der Zitadelle v​on Messina e​rgab sich a​m 29. September 1718 a​uf freien Abzug. Anfang Oktober landete e​in österreichisches Truppenkorps a​n der Küste Siziliens, d​as der Marquis d​e Lede a​m 15. Oktober 1718 b​ei Milazzo schlagen konnte. Im Juni 1719 konnte e​r einen Angriff kaiserlicher Truppen a​uf die Stellungen d​es spanischen Feldlagers i​n der Schlacht b​ei Francavilla zurückweisen. Infolge d​es Vertrages v​on Den Haag musste e​r Sizilien räumen, s​eine Truppen wurden v​on der britischen Flotte n​ach Spanien abtransportiert. Im folgenden Jahr erhielt e​r den Oberbefehl g​egen Freiheitsbestrebungen i​n den besetzten nordafrikanischen Gebieten u​nd errang e​inen Sieg über Mulai Ismail b​ei Ceuta.

Literatur

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