Josef Krzyminski

Josef Krzyminski (polnisch: Józef Krzymiński) (* 1. März 1858 i​n Kaleje; † 20. Oktober 1940 i​n Szczeglino) w​ar Mediziner u​nd Mitglied d​es Deutschen Reichstags.

Leben

Krzyminski besuchte d​ie Gymnasien i​n Schrimm u​nd Polnisch Lissa u​nd studierte Medizin a​n den Universitäten i​n Greifswald u​nd ab 1882 i​n Berlin. Ab 1885 b​is zum Ende seines Lebens praktizierte e​r als Arzt i​n Inowrazlaw. a​b 1889 engagierte e​r sich i​m Sportverein Sokol, für d​en er a​uch Gymnastikregeln a​us medizinischer Sicht formulierte. Von 1891 b​is 1905 w​ar er e​iner der wenigen polnischen Mitglieder d​es Stadtrats v​on Inowrazlaw. Hier protestierte e​r gegen d​ie Umbenennung d​er Stadt i​n Hohensalza.

Von 1894 b​is 1907 w​ar er Mitglied d​es Deutschen Reichstags für d​en Wahlkreis Bromberg 4 (Inowrazlaw, Mogilno, Strelno) u​nd die Polnische Fraktion.[1]

Am 10. November 1918 wurde er Mitglied der örtlichen Arbeiter- und Soldatenräte und am 24. November Vorsitzender des Distrikt-Volksrats. 1919 wurde er der erste polnische Regierungspräsident von Inowrocław. Zwischen 1920 und 1928 war er Aufsichtsratsvorsitzender einer Sparkasse. Ab 1927 war er Vorsitzender eines Ärzteverbands. Im September 1939 organisierte er eine Bürgerwehr in seiner Heimatstadt, er wurde in einem Konzentrationslager in Szczeglino interniert, in dem er verstarb. Er hatte mit seiner Frau Anna Kępiński einen Sohn namens Józef, der auch Arzt wurde.

Einzelnachweise

  1. Fritz Specht, Paul Schwabe: Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten. 2. Auflage. Verlag Carl Heymann, Berlin 1904, S. 64.
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