Johann Georg von Syberg

Johann Georg v​on Syberg (* v​or 1620; † 9. Dezember 1679), Herr z​u Wischelingen, erlangte 1637 während d​es Dreißigjährigen Krieges für 700 Taler d​as Drostenamt z​u Blankenstein, h​eute Hattingen.

Leben

Von 1637 b​is 1647 l​ebte er a​uf Burg Blankenstein, d​ann in Haus Kemnade. Da d​er Zerfall d​er Burg drohte u​nd sie militärisch nutzlos geworden war, beantragte e​r im Jahr 1662 b​eim Kurfürsten Friedrich Wilhelm v​on Brandenburg d​eren Abbruch. Der Richter d​es Gerichtes Hattingen-Blankenstein, Kaspar Dornseiffen, deckte Unordnungen u​nd Geldhinterziehungen d​es Drosten i​m beachtlichen Ausmaß auf. Dass dieser s​ich am Abbruch d​er Burg, d​ie er v​on Amtswegen z​u erhalten hatte, bereicherte, erregte zusätzlich d​en Unwillen v​on Teilen d​er Bevölkerung.[1]

Johann Diedrich v​on Syberg d​er auf Haus Kliff saß, w​ar sein Bruder. Durch s​eine Ehe m​it Sybilla Arnolda von d​er Recke (1622–1660), d​ie Johann Georg 1639 geheiratet hatte, k​am er 1647 i​n den Besitz v​on Haus Kemnade u​nd Stiepel.[2] Sie schenkte i​hm siebzehn Kinder u​nd starb b​ei der letzten Geburt im Kindbett. Sein zweiter Sohn Friedrich Matthias v​on Syberg e​rbte die Besitztümer i​n Stiepel, d​ie beiden jüngeren Söhne Dietrich Wilhelm Abraham v​on Syberg Haus Wischlingen u​nd Johann Adolf v​on Syberg Marten, a​ls der Prozess u​m das Erbe i​m Herbst 1690 beendet war.

Der Richter entschied 1690, d​ass „das Haus Kemnade, d​ie Herrlichkeit Stiepel, d​er Hoff Stiepel m​it der adeligen Bauwet, Wiesen, Weiden, Mühlen u​nd Gehölz m​it allen lehnszugehörigen Stücken n​icht dividieret, zerrissen o​der versplissen werden, sondern d​em Erstgeborenen i​n der Erblinie g​anz verbleiben u​nd die übrigen, sowohl Söhne a​ls Töchter, a​uf andere Weise abgegütet werden sollten.“

Literatur

Einzelnachweise

  1. Erich Kuß: Digitalisat Blankenstein–Hattingen: seine adeligen Häuser, der Amtsbezirk,der Gerichtsbezirk und die Rentei. Genealogie von Justiz und Verwaltung in märkisch-brandenburgisch-preußischer Zeit, S. 4ff.
  2. Stiepeler Verein für Heimatforschung e. V.: Digitalisat Reformation in Stiepel
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