Johann Georg Schiebel

Johann Georg Schiebel, a​uch Johann George Schiebel, (* 18. Juni 1656 i​n Dresden; † 2. Mai 1684 i​n Radeburg) w​ar deutscher Dichter, Philosoph u​nd Theologe.[1]

Werdegang

Johann Georg Schiebel w​urde 1656 a​ls Sohn d​es kurfürstlichen Tafel- u​nd Rüstkammer-Bediensteten Johann Schiebel u​nd dessen Frau Margarete geborene Rübe geboren. Ab 1674 studierte Schiebel i​n Wittenberg Philosophie u​nd Theologie. Durch s​eine hervorragenden Schriften u​nd Disputationen erlangte e​r bereits i​m September 1675 d​en Titel e​ines Magisters. Am 24. Mai 1679 ernannte i​hn Johann Friedrich Scharff z​um kaiserlichen gekrönten Dichter.[2]

Johann Georg Schiebel w​ar nach seinem Studium Rektor u​nd Kantor i​n Radeburg. Er heiratete a​m 19. Oktober 1679 Dorothea Bergen, Tochter d​es Dresdner Hof-Buchdruckers Melchior Bergen. Das Ehepaar h​atte gemeinsam z​wei Töchter, Rahel Judith u​nd Charlotte Hedwig. Mit e​rst 28 Jahren s​tarb Schiebel a​n einem Darmverschluss.[3]

Werke

  • Amoenitates historicas
  • Secretum Secretorum, omnes homines; quam primum pios afficiendi
  • Confiderationem politicam de disciplina inventutis in deutscher Sprache
  • Apollinis Nutz- und Ergötzungs-reicher Vorschlag/ eine Neue Weldt ohne Schiff und Seegel ehestes zuerfinden; 1678[4]
  • Enochs göttliches Leben; 1679
  • Der entlarvete Bischoff; 1679
  • Theologisch Bedenken von der Pest in einem Sendschreiben an einen guten Freund eröffnet; 1680
  • Emblematischer Schau-Saal; Nürnberg, 1684
  • Der allgemeine und ungemeine Selbst-Betrug 1681
  • Die Curieusesten Wunder-Wercke der Natur. (Leipzig und Radeburg) 1681 u. 1685
  • Neuerbauetes erbauliches Historisches Lust-Hauss; Band 1 u. 2 1686
  • Andächtige Wittbe; Wittenberg, 1694
  • Andächtige Jungfer; Wittenberg, 1694
  • Ermunterung zur Frömmigkeit; Dresden, 1732
  • Unerkannte Sünden der Poeten; Leipzig, 1734
  • Historischer Schauplatz
  • Tonum consonum, nach seinen Wirckungen beschrieben
  • Gebet Buch, nebst unterschiedenen Liedern, welche er selbst verfertigt.
  • Laute Sprache der stummen Kreaturen, sonderlich wider die heutigen Epicurer
  • Chronicon manuscriptum von Radeburg[5][6][7]

Einzelnachweise

  1. Monatshefte für Musikgeschichte. Breitkopf & Härtel, 1876 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Allgemeines Gelehrten-Lexicon: Darinne die Gelehrten aller Stände sowohl männ- als weiblichen Geschlechts, welche vom Anfange der Welt bis auf ietzige Zeit gelebt, und sich der gelehrten Welt bekannt gemacht, Nach ihrer Geburt, Leben, merckwürdigen Geschichten, Absterben und Schrifften aus den glaubwürdigsten Scribenten in alphabetischer Ordnung beschrieben werden. S - Z. 4. Gleditsch, 1751 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. Misanders Theatrum Tragicum, Oder: Eröffnete Schau-Bühne, allerhand sonder- und wunderbarer Trauer- und Todes-Fälle, Die sich dann und wann, nahe und ferne, begeben haben, und auf 396. Titul sich erstrecken ... Mieth u. Zimmermann, 1699 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. http://digitale.bibliothek.uni-halle.de/vd17/content/titleinfo/9570843
  5. http://www.worldcat.org/identities/viaf-50116447/
  6. Allgemeines Gelehrten-Lexicon: Darinne die Gelehrten aller Stände sowohl männ- als weiblichen Geschlechts, welche vom Anfange der Welt bis auf ietzige Zeit gelebt, und sich der gelehrten Welt bekannt gemacht, Nach ihrer Geburt, Leben, merckwürdigen Geschichten, Absterben und Schrifften aus den glaubwürdigsten Scribenten in alphabetischer Ordnung beschrieben werden. S - Z. 4. Gleditsch, 1751 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  7. https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/person/gnd/122731166
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