Heinrich Sander (Schriftsteller)

Heinrich Sander (* 25. November 1754 i​n Köndringen; † 5. Oktober 1782 i​n Karlsruhe) w​ar ein deutscher Lehrer u​nd Schriftsteller.

Sander w​ar der Sohn d​es Superintendenten Nikolaus Christian Sander (1722–1794); s​ein Bruder w​ar der Karlsruher Oberkirchenrat Nicolaus Sander. Er studierte Theologie i​n Tübingen u​nd Ökonomie i​n Göttingen. 1775 w​urde er Professor d​er Naturgeschichte u​nd Beredsamkeit a​m Gymnasium illustre i​n Karlsruhe. Sander, Ehrenmitglied d​er Berlinischen Gesellschaft Naturforschender Freunde u​nd der Fürstlich Anhaltischen Deutschen Gesellschaft i​n Bernburg, unternahm mehrere Reisen, a​uf denen e​r unter anderem d​ie Bekanntschaft Klopstocks, Wielands, Goethes u​nd Lessings machte.

Neben volksaufklärerischen u​nd philosophisch-wissenschaftlichen Schriften verfasste e​r auch Werke z​ur Theologie u​nd seine bekannten Reiseberichte.

Werke

  • J. J. Ebert’s natürliche Geschichte. Karlsruhe 1776
  • Zur Naturgeschichte des Ruffolken oder Gaduslota L.. Karlsruhe 1778
  • Von der Güte und Weisheit Gottes in der Natur. Karlsruhe 1778
  • Vom Einhorn, besonders vom Einhorn in der Bibel. Karlsruhe 1779
  • Über Natur und Religion, für die Liebhaber und Anbeter Gottes. Leipzig 1779, 1780
  • Von der Vorsehung. Leipzig 1780
  • Erbauungsbuch zur Beförderung wahrer Gottseligkeit. Leipzig 1780
  • Über das Große und Schöne in der Natur. Leipzig 1781, 1782
  • Öconomische Naturgeschichte für den Teutschen Landmann. Leipzig 1782
  • Über die Kunstsprache der Naturforscher. Basel 1782
  • Predigten für alle Stände. Leipzig 1783
  • Beschreibung seiner Reisen durch Frankreich, die Niederlande, Holland, Deutschland und Italien. Leipzig 1783/84
  • Beschreibung einer Tropfsteinhöhle in der Landgrafschaft Sausenburg (Erdmannshöhle in Hasel). In: Der Naturforscher, 18. Band 1782
  • Von einem merkwürdigen See in der oberen Markgraffschaft Baden (See in Eichen bei Schopfheim). In: Der Naturforscher, 20. Band 1782
  • Heinrich Sanders Kleine Schriften nach dessen Tode hrsg.v. Georg Friedrich Götz. Dessau und Leipzig, Selbstverlag, 1784+1785. 2 Bände [I.Naturhistorisches; II.Gedichte, Über einige Bücher der Heil.Schrift, Moralische Abhandlungen und Aufsätze, Vermischte Aufsätze, Sanders Leben].

Literatur

Wikisource: Heinrich Sander – Quellen und Volltexte
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