Heinrich Hake

Heinrich Hake (* i​m 15. Jahrhundert; † 14. April 1537) w​ar Domdechant i​n Münster.

Leben

Heinrich Hake entstammte d​em westfälischen Adelsgeschlecht Hake a​us dem Paderborner Land. Er w​ar der Sohn d​es Johann Hake v​on Wulfsberg u​nd Rauschenburg (Marschall d​es Bistums Münster), d​er 1470 i​n den Besitz d​er Wasserburg Rauschenburg kam. Seine Mutter w​ar Adelheid Morrien. Am 7. April 1498 i​st Heinrich erstmals a​ls Domherr z​u Münster nachweisbar. Er bekleidete d​as Amt d​es Vikars i​n St. Katharina i​n Haltern b​is zu seinem Verzicht a​m 26. August 1499. Am 23. November 1519 w​ird Heinrich a​ls Archidiakon z​u Stadtlohn urkundlich erwähnt. Er w​ar auch Besitzer d​er Obedienz Hiddingsel. Nachdem e​r vom Domkapitel z​um Domdechanten gewählt worden war, w​urde diese Wahl a​m 22. Februar 1521 v​om Bischof Erich v​on Sachsen-Lauenburg bestätigt. Dem Domdechant o​blag die Leitung d​es Domkapitels. Während d​er Zeit d​er Wiedertäufer verließ Heinrich d​ie Stadt Münster. Er äußerte i​n seinem Testament a​m 12. April 1537 d​en Wunsch, v​or dem Altar St. Laurentii i​m Umgang d​es Doms z​u Münster n​eben Sander Morrien bestattet bestattet z​u werden. Heinrich bedachte verschiedene Armenhäuser s​owie seine Verwandtschaft m​it Zuwendungen. Das Domkapitel erhielt für Memorien e​ine jährliche Rente v​on 117 Rheinischen Goldgulden. Mit seiner Magd h​atte Heinrich e​inen Sohn.

Sonstiges

Heinrich verabreichte d​en Chorsängern d​er Domschule während d​er Fastenzeit j​e eine h​albe Kanne Bier, w​enn sie b​is zum Agnus Dei i​m Chor verblieben.[1]

Quellen

  • Das Bistum Münster 4,2. (Germania Sacra NF 17.2) Das Domstift St. Paulus zu Münster, bearbeitet von Wilhelm Kohl, herausgegeben vom Max-Planck-Institut für Geschichte, Göttingen, Verlag: Walter de Gruyter GmbH & Co. KG, Berlin/New York, ISBN 978-3-11-008508-2, Germania Sacra NF 17,2 Biografien der Domherren Seite 19ff. Digitalisat

Einzelnachweise

  1. Germania Sacra, Wilhelm Kohl: NF 17.1, Das Domstift St. Paulus zu Münster, S. 355
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