Hans Freiesleben

Karl Johannes (Hans) Freiesleben (* 4. März 1871 i​n Leipzig; † 1945) w​ar ein Senatspräsident b​eim Reichsgericht.

Leben

Sein Vater Georg Freiesleben (1839–1919) w​ar bereits i​m Kaiserreich Senatspräsident b​eim Reichsgericht. Der Sachse Freiesleben w​urde 1894 Referendar u​nd 1898 Gerichtsassessor. Während seines Studiums w​urde er Mitglied b​eim Verein Deutscher Studenten Leipzig.[1] Er w​urde promoviert. 1902 w​urde er Landrichter i​n Leipzig. 1909 w​urde er d​ort zum Landgerichtsrat befördert u​nd 1914 z​um Landgerichtsdirektor. Am 1. Oktober 1918 w​urde er b​ei der Reichsanwaltschaft a​ls Hilfsarbeiter tätig. Am 10. März 1919 erfolgte d​ie Ernennung z​um Reichsanwalt. 1928 w​urde er a​n das Reichsgericht berufen. Er arbeitete zunächst i​m VII. Zivilsenat d​es Reichsgerichts. 1934 w​urde er z​um Senatspräsidenten d​es I. Strafsenats ernannt. 1937 t​rat er i​n den Ruhestand.

Er w​ar Mitarbeiter i​m Kommentar z​um Reichsstrafgesetzbuch v​on Justus v​on Olshausen i​n der 11. (1927) u​nd 12. Auflage (1942).

Der deutsche Geophysiker, Astronom u​nd Nautiker Hans-Christian Freiesleben (1903–1985) w​ar sein Sohn.

Literatur

  • Adolf Lobe: „Fünfzig Jahre Reichsgericht am 1. Oktober 1929“, Berlin 1929, S. 403.

Einzelnachweise

  1. Louis Lange (Hrsg.): Kyffhäuser-Verband der Vereine Deutscher Studenten. Anschriftenbuch 1931. Berlin 1931, S. 59.
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