Georg Besenbeck

Georg Besenbeck (* 3. Januar 1731 i​n Erlangen; † 7. November 1762 ebenda) w​ar ein deutscher evangelischer Geistlicher u​nd Pädagoge.

Leben

Georg Besenbeck verlor seinen gleichnamigen Vater, Georg Besenbeck, d​er als Soldat b​eim Generalfeldzeugmeister Hellmuth Otto v​on Bassewitz diente, bereits i​m Alter v​on vier Jahren.

Trotz d​er schlechten finanziellen Situation w​ar seine Mutter, Barbara (geb. Koler), i​n der Lage, i​hn als Schüler a​n der damaligen Ritterakademie Erlangen aufnehmen z​u lassen; e​r besuchte b​eim Rektor Friedrich Oertel (1706–1748) u​nd dem Konrektor Samuel Wilhelm Oetter, a​b 1745 d​as Gymnasium Fridericianum, d​as in d​ie Räumlichkeiten d​er Ritterakademie eingezogen war.

1748 immatrikulierte e​r sich z​u einem Theologie-Studium a​n der Universität Erlangen u​nd hörte Vorlesungen b​ei Joachim Ehrenfried Pfeiffer u​nd Caspar Jakob Huth. Während seines Studiums bestritt e​r seinen Lebensunterhalt m​it schriftstellerischen Arbeiten u​nd dem Unterrichten a​m Gymnasium.

1751 w​urde er Collaborator a​m Gymnasium i​n Erlangen u​nd 1758 d​eren Konrektor; zugleich erhielt e​r mit dieser Stelle a​uch das Diakonat i​n der Altstädter Kirche.

Georg Besenbeck w​ar verheiratet m​it Sophia Christiana, Tochter v​on Joachim Christoph Sartorius (1688–1746), Professor d​er Moral a​n der Ritterakademie i​n Erlangen u​nd Pfarrer i​n Pegnitz. Ihr gemeinsamer Sohn war:

  • Caspar Jakob Besenbeck (* 11. April 1760 in Erlangen; † 22. März 1815 in Bayreuth), Rektor des Gymnasiums Erlangen, Gymnasialprofessor in Bamberg und Gymnasialprofessor an der Studienanstalt Bayreuth.

Sein Schwager w​ar Johann Jacob Sartorius, späterer Rektor a​m Gymnasium i​n Erlangen.

Schriften (Auswahl)

  • Vollständige Einleitung in die Monatsschriften der Deutschen. Erlangen 1747–1753.
  • Abfertigung der unerweislichen Auflagen und Lästerungen, womit Jesuit Franciscus Neumayr, der hohen Domstiftskirche zu Augsburg ordentlicher Prediger, in der Streitrede über die Frage: ob heilige Streitreden in der Kirche Gottes mit Recht üblich seien? an der evangelisch-lutherischen Kirche sich versündigt hat. Frankfurt und Leipzig 1755.
  • Abfertigung der Irrthümer, Ungereimtheiten und Lästerungen, ob der Jesuit P. Fr. Neumayr in der Streitrede, ob die heilige Schrift der Augsburgischen Confession das Wort rede? vorgebracht hat. Erlangen, Frankfurt u. Leipzig 1756.
  • Grundrisse erbaulicher Betrachtungen über auserlesene Stellen aus den Propheten Jeremias. Erlangen 1756.
  • Grundrisse erbaulicher Betrachtungen über auserlesene Schriftsteller. Erlangen 1756.
  • Beiträge zu der eregetischen Gottesgelahrtheit, welche vollständige Auszüge aus den neuesten kleinen eregetischen Schriften enthalten. Erlangen 1757.
  • Dr. Joh. Friedr. Mayer's Mordpredigten, auf's neue herausgegeben. Erlangen 1758.
  • Progr. de stylo gentium doctoris Pauli ad omnium dominum captum accommodato,occasione oraculi Rom. Erlangen 1759.
  • Progr. de fervido Christianorum Deo et justitiae sub libertatis lege serviendi studio. Erlangen 1760.
  • Lazarus, oder über das Unstatthafte der natürlichen Erklärungen der Wundergeschichten im Neuen Testament. Erlangen 1760.
  • Progr. finis Domini ad Jacobi V, comm. Xl. celebratus Domine nostro Jesu Christo vindicatus. Erlangen 1761.
  • Neue Beiträge zur exegetischen Gottesgelahrtheit, welche vollständige Auszüge aus den neuesten kleinen eregetischen Schriften enthalten. Erlangen 1761.

Literatur (Auswahl)

  • Georg Besenbeck. In: Heinrich Doering: Die gelehrten Theologen Deutschlands im achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert, Band 1. Neustadt an der Orla, J. K. G. Wagner, 1831. S. 102 f.
  • Georg Besenbeck. In: Georg Wolfgang Augustin Fikenscher: Gelehrtes Fürstentum Bayreuth: oder biographische, historische, charakteristische und literarische Nachrichten von denjenigen Schriftstellern, welche in dem Fürstenthum Baireuth geboren worden sind, und in oder ausser demselben gelebt haben oder noch leben, in alphabetischer Ordnung, 1. Band. Augsburg und Gunzenhausen 1797. S. 231 f.
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