Friedrich von der Decken (Politiker, 1791)

Friedrich Christian Georg Burchard v​on der Decken (* 28. August 1791 i​n Stade; † 2. Dezember 1861 i​n Melkof) w​ar mecklenburgischer Gutsbesitzer u​nd Politiker.

Leben

Herrenhaus Melkof (1865)

Herkunft

Friedrich v​on der Decken w​ar Angehöriger d​er Adelsfamilie von d​er Decken. Sein Vater w​ar der königlich hannoversche Premierminister Claus v​on der Decken (* 1742; † 1826). Er selbst hinterließ k​eine Kinder.[1]

Werdegang

Friedrich von der Decken studierte ab 1807 Rechtswissenschaften an der Universität Göttingen[2] und wurde gemeinsam mit seinem Bruder August (1789–1857) Mitglied des Corps Hannovera Göttingen, ab September 1809 wechselten beide infolge der Gendarmen-Affäre an die Universität Heidelberg, wo sie dem Corps Hannovera Heidelberg angehörten.[3] Friedrich von der Decken nahm ebenfalls gemeinsam mit seinem Bruder August an den Befreiungskriegen in der King’s German Legion teil. Er war danach hannoverschen Regierungsrat, bevor er 1848 für den Wahlbezirk Mecklenburg-Schwerin 24 / Lübtheen zur Mecklenburgischen Abgeordnetenversammlung gewählt wurde und sein Mandat ausfüllte. Er schloss sich keiner Fraktion an und war Mitglied im Ausschuss für das Schulwesen.[4] Er war Erbherr auf Melkof, Langenheide, Jesow und Klein Berkenthin, späterhin auch auf Rittershausen, Wischhof, Feldhof und Eickhof.[5]

Die Güter Melkof, Klein Berkenthin, Langenheide, Jesow u​nd Wischhof besaß e​r zunächst m​it seinem Bruder Ernst Carl v​on der Decken (* 1796; † 1846) u​nd dann d​ie vier zuerst genannten m​it seinem Neffen Julius v​on der Decken (* 1827; † 1867), d​as letzte m​it seinem Neffen Karl Klaus v​on der Decken (* 1833; † 1865) b​is zu seinem Tode gemeinsam.[6]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Wilhelm von der Decken, Die Familie von der Decken in ihren verschiedenen Verhältnissen … , 1865, Stammtafeln S. 74
  2. Immatrikuliert Göttingen 21. Oktober 1807
  3. Heinrich F. Curschmann: Blaubuch des Corps Hannovera zu Göttingen, Band 1: 1809-1899, Göttingen 2002, Nrn. 45 und 46, respektive 014 und 015 (für Heidelberg)
  4. Julius Wiggers: Die Mecklenburgische constituirende Versammlung und die voraufgegangene Reformbewegung: Eine geschichtliche Darstellung, 1850, S. 56, 65, 76, 77, 89, 108 u. 110
  5. Wilhelm von der Decken, Die Familie von der Decken in ihren verschiedenen Verhältnissen … , 1865, 3. Abtheilung Besitzthümer S. 248 und 4. Abtheilung Urkunden S. 150-151 Urkunde zur Verleihung des Lehn-Guts Eickhof ...
  6. Mecklenburgische Staatshandbuch von 1850 S. 92
This article is issued from Wikipedia. The text is licensed under Creative Commons - Attribution - Sharealike. The authors of the article are listed here. Additional terms may apply for the media files, click on images to show image meta data.