Filialkirche Klein Sankt Veit

Die Filialkirche Klein Sankt Veit i​st eine römisch-katholische Kirche i​n der Völkermarkter (Kärnten) Katastralgemeinde Klein Sankt Veit. Sie i​st dem frühchristlichen Märtyrer u​nd Heiligen Veit geweiht u​nd gehört z​ur Pfarre Sankt Georgen a​m Weinberg.

Filialkirche Klein Sankt Veit (2011)

Lage und Geschichte

An d​er Straße zwischen Völkermarkt u​nd Brückl l​iegt in e​iner Talenge d​as Haufendorf Klein Sankt Veit. Auf e​iner Terrasse i​n erhöhter Lage s​teht die Kirche, d​ie 1045 u​nd 1168 urkundlich erwähnt wird. Im Jahr 1843 brannte d​as Gebäude, 1919 erlitt e​s einen Granattreffer.[1]

Architektur

Das Mauerwerk d​er Kirche i​st zum Teil romanisch u​nd wurde i​n spätgotischer Zeit verändert. Der gotische Westturm trägt e​inen Spitzhelm m​it Steinplattldeckung. Steinsäulen tragen d​as Vordach. Durch e​in rundbogiges Portal i​m Turmerdgeschoss betritt m​an die kreuzgratgewölbte Vorhalle m​it einem Weihwasserbecken a​us dem Jahr 1728. Das Westportal h​at ein profiliertes Spitzbogengewölbe.[2]

Das Langhaus hat eine flache Decke aus der Romanik, der östliche, zweijochige Teil ein Kreuzgratgewölbe mit Rankenmalerei aus dem 15. Jahrhundert. An der Nordseite liegt das Gewölbe auf Konsolen, an der Südseite auf Wandpfeilern mit vorgelegten Halbsäulen. An der Langhausnordwand sind Rötelvorzeichnungen von nicht ausgeführten Malereien aus der Zeit um 1340 zu finden. Es sind dies: Judaskuss, Christus vor Pilatus, Kreuzigung und Kreuzabnahme. Die gemauerte Westempore liegt auf einem Korbbogen und hat einen hölzernen Vorbau. Ein Rundbogenportal führt in die zweigeschossige, kreuzgratgewölbte Sakristei. An der Außenseite ist ein römerzeitliches Inschriftenfragment zu sehen.[3] Auf dem spitzbogigen Triumphbogen steht die Jahreszahl 1623. Der leicht eingezogene, einjochige Chor hat ein Netzrippengewölbe mit einem Dreiachtelschluss und einer barocken Gewölbemalerei. Es sind Engel der Arma Christi abgebildet.

Ausstattung

Der barocke Hochaltar, Johann Pacher zugeschrieben, ist aus 1720/30; die Heiligenfiguren stellen Josef, Notburga, Veit, Isidor und Jakobus den Älteren dar. Die beiden Seitenaltäre sind aus der Mitte des 17. Jahrhunderts, die spätgotische Schnitzfigur des heiligen Antonius Eremit auf dem rechten Seitenaltar ist aus der Zeit um 1500.[4]

Literatur

  • Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 1981, ISBN 3-7031-0712-X, S. 302–303.
Commons: Kirche Klein St Veit – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Ginhart: Dehio Kärnten. S. 302.
  2. Ginhart: Dehio Kärnten. S. 302.
  3. Ginhart: Dehio Kärnten. S. 303.
  4. Ginhart: Dehio Kärnten. S. 303.

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