False Answer Supervision

False Answer Supervision (FAS) bezeichnet eine Straftat in der Fernsprechvermittlungstechnik, bei der einem A-Teilnehmer Kosten für ein erfolgreich hergestelltes Gespräch in Rechnung gestellt werden, obwohl die gewünschte Verbindung zum B-Teilnehmer tatsächlich nicht zustande kam.[1]

FAS wird meist mutwillig installiert, um Terminierungsentgelte trotz nicht erbrachter Leistung ziehen zu können. Faktisch handelt es sich um ein Betrugsdelikt.

Im konkreten FAS-Fall wird der Verbindungsaufbau sabotiert und umgeleitet, so dass eine Anrufsignalisierung beim B-Teilnehmer nicht stattfindet. Stattdessen werden dem A-Teilnehmer nach erfolgter Wahl der Zielrufnummer Stimmen oder Töne – meist von einem Band – vorgespielt, die ihn möglichst lange vom Beenden der Verbindung abhalten sollen. Dabei kann es sich beispielsweise um Raumhintergrundgeräusche (menschliche Stimmen) handeln. Häufig wird auch lediglich ein Freiton vom Band abgespielt, um den Anrufer glauben zu lassen, das Gerät des B-Teilnehmers läute.

Ein automatisches Erkennen v​on FAS d​urch den Teilnehmernetzbetreiber i​st schwierig b​is unmöglich, d​a hierzu Methoden angewendet werden müssten, d​ie insbesondere d​as Fernmeldegeheimnis verletzen würden.[2]

Daher i​st der Teilnehmernetzbetreiber i​n der Regel a​uf konkrete Hinweise d​es A-Teilnehmers angewiesen, u​m das FAS abzustellen bzw. e​ine Abstellung z​u erwirken.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. FAS-Begriffserläuterung (Webseite von Tata Communications), abgerufen am 19. Oktober 2011. (Memento vom 3. Juni 2013 im Internet Archive)
  2. Kurzbeschreibung FAS. Archiviert vom Original am 20. Juli 2010; abgerufen am 23. Dezember 2012 (englisch).

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