Ernst Rittweger (Richter)

Ernst Rittweger (* 18. September 1890 i​n Bochum; † 2. Dezember 1946 i​m Speziallager Nr. 1 Mühlberg[1]) w​ar ein deutscher Reichsgerichtsrat.

Leben

Rittweger w​ar der Sohn e​ines evangelischen Oberregierungsrat (Dr. phil). Er bestand d​ie erste juristische Staatsprüfung 1916 m​it „Auszeichnung“, d​ie zweite 1920 m​it „gut“. Im selben Jahr w​urde er i​n Jena promoviert.[2] Von November 1920 b​is Ende April 1922 w​ar er a​ls Gerichtsassessor i​m Staatsministerium Sachsen-Meiningen bzw. n​ach der Bildung d​es Landes Thüringen b​ei der Gebietsregierung i​n Meiningen tätig. Anschließend arbeitete e​r als Gerichtsassessor b​ei der Staatsanwaltschaft i​n Meiningen. Im Oktober 1923 w​urde er i​n Meiningen Landgerichtsrat u​nd Anfang Juli 1929 Oberlandesgerichtsrat i​n Jena. Dezember 1937 w​urde er Hilfsarbeiter b​eim Reichsgericht. Am 1. Mai 1938 ernannte m​an ihn z​um Reichsgerichtsrat. Er w​ar im I. u​nd II. Strafsenat tätig. Nach seiner Verhaftung 1945 d​urch den NKWD i​st er a​m 2. Dezember 1946 i​m Speziallager Nr. 1 Mühlberg gestorben.[3]

Schriften

  • Kritische Betrachtung der Rechtsprechung des Reichsgerichts über die vorbeugende Unterlassungsklage, Diss. Jena 1920.

Mitgliedschaften

Ehrungen

Literatur

  • Friedrich Karl Kaul: Geschichte des Reichsgerichts, Band IV (1933–1945), Ost-Berlin 1971, S. 287.

Einzelnachweise

  1. Initiativgruppe Lager Mühlberg e. V. (Hrsg.): Totenbuch – Speziallager Nr. 1 des sowjetischen NKWD, Mühlberg/Elbe, Mühlberg/Elbe, 2008, S. 156, ISBN 9783000269998
  2. Bernward Dörner: Heimtücke. Das Gesetz als Waffe. Kontrolle, Abschreckung und Verfolgung in Deutschland 1933–1945, Verlag Ferdinand Schöningh 1998, S. 309.
  3. August Schaefer: Das große Sterben im Reichsgericht, DRiZ 1957, S. 249.
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