Ernst Hellwag

Ernst Ludwig Hellwag (* 4. September 1790 i​n Eutin; † 1. August 1862 ebenda) w​ar ein deutscher Verwaltungsjurist u​nd Autographensammler.

Ernst Hellwag (um 1850)
Ernst Hellwag: Zeichnung von Gültlingen (1809)

Leben

Ernst Hellwag w​ar einer d​er Söhne d​es Eutiner Hofarztes Christoph Friedrich Hellwag. Er erhielt 1803 e​ine künstlerische Ausbildung i​m Zeichnen d​urch den Eutiner Hofmaler Ludwig Philipp Strack. Nach d​em Besuch d​er Gelehrtenschule, d​er heutigen Johann-Heinrich-Voß-Schule, i​n Eutin studierte e​r ab 1808 Rechtswissenschaften a​n der Universität Tübingen, w​o sein älterer Bruder bereits Theologie studierte. Im November 1811 wechselte e​r an d​ie Universität Heidelberg, w​o er i​m Hause v​on Johann Heinrich Voß verkehrte. Ab 1812 w​ar er zunächst Advokat i​n Eutin u​nd erhielt 1814 e​ine Anstellung a​ls Regierungsrekretär b​ei der Regierung d​es oldenburgischen Fürstentums Lübeck i​n Eutin. 1820 w​urde er z​um oldenburgischen Regierungsassessor ernannt, s​o dass e​r im Folgejahr heiraten konnte. 1832 w​urde er z​um Regierungsrat befördert u​nd bezog n​ach dem Tod seines Vaters 1835 s​ein Geburtshaus i​n Eutin. 1860 w​urde er Oberregierungsrat u​nd Hofrat. Hellwag w​ar stellvertretender Regierungsdirektor d​es Fürstentums u​nd leitete dessen Schulverwaltung.

Ernst Hellwag w​ar ein großer Autographensammler u​nd Sammler v​on Handschriften. Seine Sammlung befindet s​ich heute i​n der Eutiner Landesbibliothek.

Aus seiner Ehe m​it Maria Amalia Wibel, d​er Tochter d​es Regierungsdirektors d​es oldenburgischen Landesteils Fürstentum Birkenfeld Ludwig Conrad Leopold Wibel (1768–1833), gingen s​echs Kinder hervor. Sein Sohn Wilhelm Hellwag w​urde Eisenbahningenieur. Neben seinen eigenen Kindern ermöglichte e​r Johann Friedrich Julius Schmidt d​en Besuch d​er Eutiner Gelehrtenschule.

Auszeichnungen

Literatur

  • Henry A. Smith (Hrsg.): Eutin – Heidelberg 1811. Briefwechsel des Studenten Ernst Hellwag mit seiner Familie in Eutin (= Eutiner Forschungen Band 11). Eutiner Landesbibliothek, Eutin 2009, ISBN 9783939643029
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Einzelnachweise

  1. Hof- und Staatshandbuch des Großherzogthums Oldenburg für 1862., S. 107
  2. Königlich-dänischer Hof- und Staatscalender 1861, Sp. 73
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