Eduard Herzog (Dompropst)

Eduard Herzog (* 5. Dezember 1801 i​n Frankenstein, Schlesien; † 17. April 1867 i​n Pelplin) w​ar ein deutscher römisch-katholischer Geistlicher, Theologe u​nd Schriftsteller.

Leben

Herzogs frühe Ausbildung i​st unbekannt. Er besuchte d​ie Universität Breslau u​nd studierte d​ort Katholische Theologie. Am 11. März 1826 empfing e​r ebenfalls i​n Breslau d​ie Priesterweihe. Zunächst g​ing er a​ls Kaplan n​ach Neisse u​nd Groß-Glogau, anschließend w​urde er Pfarrer i​n Grüssau.[A 1] Bereits i​n dieser Zeit t​rat er a​ls beliebter Prediger u​nd Schriftsteller i​n Erscheinung.

Herzog w​urde vom Bischof v​on Kulm Anastasius Sedlag z​um Domkapitular u​nd zum Regens d​es Pelpliner Priesterseminars ernannt. Er s​tieg schnell z​um wichtigsten Berater v​on Sedlag a​uf und w​urde zum Dompropst ernannt. Ab 1842 g​ab er d​as Katholische Wochenblatt a​us Ost- u​nd Westpreußen heraus. Im Jahr 1848 begleitete e​r den Bischof z​ur Würzburger Bischofskonferenz. Unter d​em Nachfolger d​es Bischofs, Johannes v​on der Marwitz, z​og sich Herzog n​ach dem Herbst 1856 vollständig a​us Diözesanverwaltung zurück.

Im Dezember 1847 verlieh i​hm die Theologische Fakultät d​er Universität Münster d​ie theologische Ehrendoktorwürde.[1] Außerdem führte e​r bereits 1840 d​en Titel Bischöflicher Geistlicher Rat.[2]

Publikationen (Auswahl)

  • Religionslehre für Kinder, Neisse, Leipzig 1830.
  • Die Karikaturen der von Jesus Christus gestifteten Kirche, Kollmann, Augsburg 1833.
  • Consequenzen eines alten Pfarrers. Eine Reihe von prosaischen Rhapsodien auf dem Gebiete der Religionsphilosophie, 1833 (2. Auflage unter: Der Mensch, die Kirche und das Hermesische System nach seinem Grundcharakter, Neisse, Leipzig 1836).
  • Der katholische Seelsorger nach seinen Amtsverpflichtungen und Amtsverrichtungen, mit besonderer Rücksicht auf die Gesetze des preußischen Staates, 3 Bände, Graß/Barth, Breslau 1840.
  • Die Verwaltung des Bußsacramentes, Schöningh, Paderborn 1859.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Datenblatt zur Ehrenpromotion Herzogs auf uni-muenster.de (abgerufen am 15. März 2017).
  2. Repertorium der gesammten deutschen Literatur, Band 23, Brockhaus, Leipzig 1840, S. 493.

Anmerkungen

  1. Im ADB heißt der Ort Güssau. Einen entsprechenden Ort gibt es allerdings nicht. Aufgrund der geographischen Nähe kommt jedoch lediglich Grüssau als Wirkungsstätte in Frage.
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