Edgar Crasemann

Edgar Crasemann (* 29. Januar 1896 i​n Strättligen; † 18. Juli 1973 i​n Meilen) w​ar ein Schweizer Agrikulturchemiker u​nd Hochschullehrer für Haustierernährung.

Edgar Crasemann (ca. 1943)

Leben

Edgar Crasemann w​urde 1896 a​ls Sohn v​on Eduard u​nd Sophie Crasemann (geb. Hügli) geboren. Der Vater stammte a​us Hamburg, d​ie Mutter a​us Bern. Nach d​em Besuch d​er Primarschule i​n Wichtrach u​nd Göttibach b​ei Thun u​nd des Progymnasiums i​n Thun w​urde er Schüler d​er Literarabteilung d​es Freien Gymnasiums i​n Bern, w​o er i​m Herbst 1915 d​ie Maturitätsprüfung bestand. Vom Herbst 1915 a​n besuchte e​r die landwirtschaftliche Abteilung d​er ETH Zürich. Seine Studienzeit w​urde mehrmals d​urch Militärdienst u​nd praktische Tätigkeit i​n landwirtschaftlichen Betrieben unterbrochen. Im Sommer 1920 erhielt e​r das Diplom d​er ETH a​ls Landwirt.

Von Herbst 1919 b​is Februar 1920 w​ar Crasemann Oberfeldmeister (Abteilungsleiter) d​er Pfadfinderabteilung Patria, w​o er «Bari» genannt wurde. Danach gründete e​r mit Adolf Souviron («Suri») u​nd Werner Buri («Porridge») d​ie Pfadfinderabteilung Flamberg u​nd war erster Oberfeldmeister v​on Januar 1921 b​is Oktober 1928. Von 1925 b​is 1932 w​ar er Kantonalfeldmeister (KFM) u​nd von 1927 b​is 1937 Bundeskommissär Ostschweiz. Ab 1950 w​ar er Vizepräsident bzw. Präsident d​es Schweizerischen Pfadfinderbundes. Außerdem w​ar er v​on 1928 b​is 1965 Obmann d​es Abteilungsrates d​es Flambergs.

Edgar Crasemann promovierte 1924 a​n der ETH Zürich z​um Dr. sc. tech., w​ar von 1936 b​is 1943 außerordentlicher, v​on 1943 b​is 1966 ordentlicher Professor für spezielle Agrikulturchemie, zugleich Leiter d​es dortigen Instituts für Haustierernährung tätig u​nd am Handbuch für Tierernährung v​on Walter Lenkeit (zwei Bände 1969–1972) beteiligt.

Ehrenamtlich wirkte er

  • als Präsident der Kommission für Haustierernährung sowie der Studienkommission für Hochfrequenztrocknung der Europäischen Vereinigung für Tierproduktion,    
  • als Präsident der Schweizerischen Vereinigung für Tierzucht,
  • als Vorstandsmitglied bzw. als Präsident bei der Schweizerische Vereinigung für Silowirtschaft,
  • als Vorstandsmitglied bzw. als Vizepräsident der Gesellschaft Schweizerischer Landwirte sowie als
  • Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsphysiologie der Haustiere

Ehrung

  • Korrespondierendes Mitglied der Academia Economia-Agraria dei Georgofil di Firenze
  • Ehrenpromotion durch die Veterinärmedizinische Fakultät der Universität Zürich
  • Ehrenpromotion durch die Landwirtschaftliche Hochschule Hohenheim

Literatur

  • Zum 60. Geburtstag von Edgar Crasemann. In: Schweizerische Landwirtschaftliche Monatshefte, 34 (1956), Nr. 1, 1–92,
  • Peter Moser: Edgar Crasemann (1896–1973--DB746). In: Archiv für Agrargeschichte.  
  • Theophil Gerber: Persönlichkeiten aus Land- und Forstwirtschaft, Gartenbau und Veterinärmedizin – Biographisches Lexikon. NORA Berlin, 4. erw. Aufl. 2014, S. 125/126, ISBN 978-3-936735-67-3.
  • Schweizerische Landwirtschaftliche Monatshefte 51 (1973), S. 483–485.
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