Dirk Schäfer (Komponist, 1873)

Dirk Schäfer (auch Dietrich, geboren 25. November 1873 i​n Rotterdam; gestorben 16. Februar 1931 i​n Amsterdam) w​ar ein niederländischer Pianist u​nd Komponist.

Jan Toorop: Dirk Schäfer (Pastell, 1905)
Porträt in Onze Musici (1911)

Leben

Dirk Schäfer studierte a​n der Kölner Musikhochschule b​ei Max v​on Pauer (Klavier), Gustav Jensen (Theorie) u​nd Franz Wüllner (Komposition u​nd Dirigat). Im Jahr 1894 erhielt e​r ein Stipendium d​es deutschen Mendelssohn-Preises[1].

Er wohnte in Den Haag, von wo aus er Konzertreisen nach Paris, Wien, London und Berlin machte. 1899 führte er mit Willem Mengelberg und dem Concertgebouworkest sein Klavierkonzert auf. Schäfer vernichtete es später. 1905 führte Mengelberg Schäfers Capriccio op een gamelang-melodie (Rhapsodie javanaise) und eine Suite Pastorale auf. Zwischen 1913 und 1915 gab er elf Klavierkonzerte mit Werken der älteren und der gegenwärtigen Klavierliteratur, von William Byrd bis Arnold Schönberg, und bewies damit dem Konzertpublikum sein Können. Er führte Werke von Chopin auf, die er auch auf Schallplatte aufnahm.

Für Carl Flesch komponierte er zwei Violinsonaten, für Gérard Hekking eine Cellosonate. Seine Frau Ida Dumstorff stellte aus seinem Nachlass eine Klavierschule zusammen. Der Komponist Franz Weisz war mit ihm befreundet und schrieb eine kleine Biografie.

Werke

  • Dirk Schäfer, Ida Schäfer-Dumstorff: Het Klavier. Amsterdam : Wereldbibliotheek, 1942
Kompositionen
  • 19 Werke mit Opusnummer
  • Werke ohne Opusnummer

Literatur

  • Franz Weisz, Guido Adler: Ter Herinnering aan Dirk Schäfer 25 Nov. 1873 – 16 Febr. 1931. Amsterdam : Wereldbibliotheek, 1932

Einzelnachweise

  1. Stipendien der Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung (1879-1934), bei fmb
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