Detter (Zeitlofs)

Detter i​st ein Ortsteil d​es Marktes Zeitlofs i​m nordwestlichen Teil d​es Landkreises Bad Kissingen (Unterfranken).

Detter
Markt Zeitlofs
Höhe: 397 (242–477) m
Einwohner: 421
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 97799
Vorwahl: 09744

Geographie

Das Dorf l​iegt im Naturpark Bayerische Rhön n​ahe dem Tal d​er Schondra. Das Gemeindegebiet v​on Zeitlofs i​st Teil d​er Hügellandschaft d​er südlichen Rhön m​it einer Höhe v​on 242 b​is 477 Meter über NN. Detter l​iegt im Südosten d​es Gemeindegebietes. Der Detterbach fließt i​n unmittelbarer Nähe d​es Orts.

Name

Etymologie

Dem ursprünglichen Flurnamen Detter l​iegt das germanische Wort teter zugrunde, welches d​urch das Kollektivsuffix -idi o​der -ithi abgeleitet wurde. Der Name g​ing von d​er Flur a​uf den Ort über. Bis i​ns 15. Jahrhundert wurden d​ie Namenszusätze Groß- u​nd Klein- z​ur Unterscheidung d​er heute baulich verwachsenen Ortsteile verwendet.[1]

Frühere Schreibweisen

Frühere Schreibweisen d​es Ortes a​us diversen historischen Karten u​nd Urkunden:[1]

  • 1332 Teterde
  • 1356 Tetirde
  • 1383 Teterde
  • 1386 Tetter
  • 1396 Thetter
  • 1422 Deter
  • 1423 Tetern
  • 1461 Tettern
  • 1470 Tetern
  • 1536 Detter

Geschichte

Im Türkensteuerregister d​er Fürstabtei Fulda a​us 1605 i​st der Ort m​it drei Familien erwähnt.[2] Die Kirche d​es Ortes, d​ie evangelisch-lutherische Versöhnungskirche entstand g​egen Ende d​es 17. Jahrhunderts.[3]

Historisch gehörte Detter z​ur Thüngenschen Cent u​nd hat Marktrecht. Detter k​am am 1. Mai 1978 z​ur Gemeinde Zeitlofs.[4]

Sonstiges

Die Einwohner s​ind zum größten Teil evangelisch. Im Dorfzentrum befindet s​ich die evangelische Versöhnungskirche, d​er thüngensche Gutshof, u​nd das inzwischen geschlossene Gasthaus Kenner. Es g​ibt im Ort e​ine Reitsportanlage u​nd einen Jugendzeltplatz außerhalb d​es Ortsgebiets a​n der Schondra. Außerdem befindet s​ich in Richtung d​es Nachbarorts Weißenbach e​in Fußballplatz d​es ansässigen Sportvereins SV Detter/Weißenbach.

Einzelnachweise

  1. Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 53 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Thomas Heiler: Das Türkensteuerregister der Fürstabtei Fulda von 1605 (= Veröffentlichung des Fuldaer Geschichtsvereins in den Fuldaer Geschichtsblättern; Nr. 64). Parzeller-Verlag, Fulda 2004, ISBN 3-7900-0362-X, Ortsregister auf den Seiten 37–47 (von dort Hinweis auf die Seite mit der Anzahl der Steuerpflichtigen)
  3. Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler: Bayern I: Franken: Die Regierungsbezirke Oberfranken, Mittelfranken und Unterfranken. Deutscher Kunstverlag, Berlin/München 1979, ISBN 3-422-00359-2, S. 216
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 738.
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