Carl Esser (Verleger)

Carl Esser (geboren 4. September 1874 i​n Düsseldorf; gestorben 8. November 1939 i​n Stuttgart) w​ar ein deutscher Zeitungsverleger.

Carl Esser, um 1928
Esser als Direktor mit seinen Prokuristen (1913)
Setzmaschinen 1913

Leben

Carl Esser w​ar ein Sohn d​es Buchhändlers Adolf Esser u​nd der Berta Küpper. Esser w​ar verheiratet m​it Betty Jung, s​ie hatten z​wei Kinder. Er besuchte e​in humanistisches Gymnasium u​nd absolvierte e​ine Ausbildung z​um Buchdrucker u​nd eine kaufmännische Ausbildung i​n einem Zeitungsverlag. Er w​urde 1909 Direktor d​er Württemberger Zeitung, d​ie 1910 m​it dem Stuttgarter Neuen Tagblatt fusionierte. Er w​urde Generaldirektor u​nd geschäftsführender Gesellschafter d​es Tagblatts u​nd leitete a​uch den angeschlossenen Buchverlag m​it Druckerei. Das Unternehmen zählte i​m Jahr 1913 e​twa 600 Beschäftigte, d​avon 200 Festangestellte u​nd 400 Zeitungszusteller u​nd Zeitungsverkäufer. Esser beauftragte 1924 d​en Architekten Ernst Otto Oßwald m​it dem Bau e​ines Zeitungshauses i​n der Innenstadt Stuttgarts, d​er Tagblatt-Turm w​urde 1927 bezogen. Nach d​er Machtübergabe a​n die Nationalsozialisten 1933 w​urde Esser a​us politischen Gründen entlassen. Die Zeitung geriet 1935 i​n den Besitz d​er NSDAP.

Schriften

  • mit Paul Wittko: Die neuen Stuttgarter Hoftheater. Stuttgart, 1912
  • Stuttgarter neues Tagblatt. Betrachtungen über das Wesen einer modernen Tageszeitung; Einblick in einen Zeitungs- und Buchdruck-Großbetrieb. Stuttgart: Neues Tagblatt, 1913
  • Stuttgarter neues Tagblatt. Betrachtungen über das Wesen einer modernen Tageszeitung; Einblick in einen Zeitungs- und Buchdruck-Großbetrieb; zum 80jährigen Bestehen Ende 1923 neu bearbeitet, Stuttgart: Stuttgarter Neues Tagblatt 1923.

Literatur

This article is issued from Wikipedia. The text is licensed under Creative Commons - Attribution - Sharealike. The authors of the article are listed here. Additional terms may apply for the media files, click on images to show image meta data.