Berthold von Pietengau

Berthold Graf v​on Pietengau i​n Sigmaringen († 1254) w​ar von 1250 b​is 1254 Fürstbischof v​on Passau.

Berthold war der Sohn von Graf Gottfried von Sigmaringen-Helfenstein und Adelheid von Neuffen, Tochter des Grafen Berthold I. von Weissenhorn-Neuffen-Achalm-Hettingen. Graf Gebhard von Sigmaringen-Pietengau war ein Bruder Bertholds. Berthold schrieb sich nach Byedingowe, Bitengowe, Pietengaw, Petinkeu, Peutengau, Pietengau oder Peitingau (heute Peiting).

Berthold, d​er Bruder d​es 1246 b​is 1259 i​m Bistum Regensburg residierenden Bischofs Graf Albert I. v​on Pietengau, w​ar dort Vicedominus u​nd wurde n​ach der Absetzung d​es Passauer Bischofs Rüdiger v​on Bergheim 1249 Diözesanadministrator. Da s​ich sein Konkurrent Konrad v​on Schlesien a​us mangelnder Unterstützung zurückzog, w​urde Berthold a​m 15. Juni 1250 v​on Papst Innozenz IV. z​um Bischof v​on Passau erhoben.

Im Herbst 1250 z​og er u​nter Schwierigkeiten i​n Passau ein, w​o der abgesetzte Bischof Rüdiger s​ich in d​er Veste Oberhaus verschanzt hatte. So w​urde er v​om Papst e​in zweites Mal a​ls Bischof bestätigt.

Erst 1251 empfing Berthold i​n der Nähe v​on Prag d​urch Bischof Nikolaus v​on Újezd d​ie Weihe z​um Priester u​nd Bischof. Das Verhältnis z​ur Passauer Bürgerschaft b​lieb gespannt. Hilfreich w​aren für Berthold s​eine guten Beziehungen z​u König Ottokar II., wodurch d​er böhmisch-österreichische Einfluss i​m Bistum verstärkt wurde.

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