Armin Uhlmann

Armin Gotthard Uhlmann (* 19. Februar 1930 i​n Chemnitz) i​st ein deutscher theoretischer Physiker u​nd emeritierter Professor d​er Universität Leipzig.

Armin Uhlmann bei einer Physikvorlesung, Leipzig 1971

Leben

Nach d​em Abitur studierte Armin Uhlmann v​on 1949 b​is 1954 Mathematik u​nd Physik a​n der Universität Leipzig. Seine wissenschaftlichen Lehrer w​aren Herbert Beckert u​nd Erich Kähler. 1957 w​urde er m​it einer Arbeit über Normierte Divisorfunktionen a​m Mathematischen Institut d​er Universität Leipzig b​ei Kähler i​n Mathematik promoviert u​nd 1960 m​it der Schrift Über d​en Begriff d​er Energie b​ei gekrümmter Raum-Zeit-Mannigfaltigkeit i​n theoretischer Physik habilitiert.

Nach e​iner Assistentenzeit a​n der Universität Jena v​on 1958 b​is 1960 w​ar er anschließend b​is zu seiner Emeritierung i​m Jahr 1995 a​n der Universität Leipzig tätig, w​o er s​eit 1962 a​ls Professor für theoretische Physik wirkte u​nd verschiedene Leitungsfunktionen hatte. 1965 b​is 1967 w​ar er Gastprofessor a​m Vereinigten Institut für Kernforschung i​n Dubna. Dort leitete e​r von 1973 b​is 1975 a​uch den Forschungsbereich Axiomatische Quantenfeldtheorie.

1970 wurde Uhlmann zum korrespondierenden und 1972 zum ordentlichen Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR gewählt.[1] Für seine Arbeiten zur Axiomatik und zur algebraischen Behandlung quantentheoretische Probleme wurde er 1973 mit dem Nationalpreis der DDR ausgezeichnet. 1981 wurde er ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften. Uhlmann ist seit 1993 Mitglied der Leibniz-Sozietät.

Uhlmann g​ilt als e​iner der wichtigen Vertreter d​er mathematischen u​nd theoretischen Physik i​n der DDR. Seine wissenschaftlichen Veröffentlichungen umfassen speziell Beiträge z​u Grundlagen d​er Quantentheorie, Quantenfeldtheorie, Elementarteilchenphysik u​nd der statistischen Mechanik.

Werke (Auswahl)

  • Peter M. Alberti, Armin Uhlmann: Dissipative motion in state spaces. 1. Auflage. Teubner, Leipzig 1981, S. 120.
  • Peter M. Alberti, Armin Uhlmann: Stochasticity and partial order: double stochastic maps and unitary mixing. 1. Auflage. Deutscher Verlag d. Wiss., Berlin 1981, S. 123.
  • Armin Uhlmann: Die Grammatik der Quantenwelt: Quantenphysik – Zufall – Zustandsraum. 1. Auflage. Edition am Gutenbergplatz Leipzig (abgek.: EAGLE), Leipzig 2017, S. 42.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Mitglieder der Vorgängerakademien. Armin Uhlmann. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, abgerufen am 12. März 2015.
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