Antonio Adamini

Antonio Adamini (* 25. Dezember 1792 i​n Agra (Ortsteil Bigogno), Tessin (CH); † 1846 o​der 1847 i​n St. Petersburg) w​ar ein russischer Architekt u​nd Ingenieur, d​er sich v​or allem d​urch die technisch schwierige Errichtung v​on Denkmälern e​inen Namen gemacht hat.

Aufrichtung des Rumanzjewski-Obelisks
Die Alexandersäule vor dem Winterpalast

Leben

Über d​ie Ausbildung Adaminis i​st wenig bekannt, jedenfalls w​ird er 1818 zusammen m​it seinem Cousin Domenico Adamini a​n den Hof d​es russischen Zaren berufen. Nach weiterer Karriere i​n der Verwaltung w​urde er 1836 Architekt d​er Hofintendanz u​nd amtsältester Architekt d​er Staatsbank. Die bedeutende bautechnische Leistung dieses Architekten besteht i​n der Aufstellung d​es 25 m h​ohen Denkmals für Zar Alexander, e​iner monolithischen granitenen Säule i​m Jahre 1834, v​or dem Winterpalast. Die logistische Vorbereitung dieses Vorhabens dauerte v​ier Jahre.

Adaminis Onkel Tommaso Adamini u​nd dessen Sohn Leone Adamini arbeiteten ebenfalls a​ls Architekten i​n St. Petersburg.

Werke

Bauaufträge

  • Portikussäulen der Isaakskathedrale, St. Petersburg, 1826, Architekt: de Montferrand
  • Alexandersäule, St. Petersburg, 1832–34, Architekt: de Montferrand

Realisierte eigene Entwürfe

  • Siegesdenkmal, Borodino, 1835–37
  • Siegesdenkmal, Smolensk, 1835–37
  • Siegesdenkmal, Kaunas, 1835–37

Literatur

  • Isabelle Rucki und Dorothee Huber (Hg): Architektenlexikon der Schweiz – 19./20. Jahrhundert Basel: Birkhäuser 1998. ISBN 3-7643-5261-2
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