Alfred Holz Verlag

Der Alfred Holz Verlag w​ar ein Kinderbuchverlag i​n Ost-Berlin v​on 1946 b​is 1963.

Geschichte

Am 28. August 1946 erhielt d​er Buchhändler u​nd SED-Mitglied Alfred Holz (1904–1974) e​ine Lizenz z​ur Herausgabe v​on Büchern i​n der Verlagsgemeinschaft Jugend u​nd Welt, z​u der a​uch Lucie Groszer u​nd Rudolf Zech gehörten. Seit d​em 23. Februar 1947 h​atte er e​ine Einzellizenz für d​en Alfred Holz Verlag. Dessen Sitz w​ar in Berlin-Mitte i​n der Lindenstraße 59.

Der Verlag g​ab Kinderbücher, v​or allem Märchen, Tiergeschichten u​nd Abenteuergeschichten, v​on deutschen u​nd ausländischen Autoren, häufig a​us östlichen Ländern heraus. Mindestens e​ines von i​hnen wurde i​n den 1950er Jahren jeweils z​u den schönsten Büchern d​es Jahres i​n der DDR gewählt.[1] Der größte Verkaufserfolg w​urde Peter u​nd der Wolf v​on Sergej Prokofjew (1958), v​on dem e​s Lizenzausgaben i​n München u​nd anderen Ländern gab.

Der Alfred Holz Verlag geriet bald in wirtschaftliche Schwierigkeiten, da die zugeteilten Papiermengen zu gering für eine kostendeckende Produktion waren. Alfred Holz lehnte zunächst das Angebot ab, sich einem anderen Verlag anzuschließen und strebte eine Umwandlung in einen volkseigenen Betrieb an. Nach einer gesundheitlichen Schwächung im Jahr 1961 stimmte er einer Eingliederung in den Kinderbuchverlag Berlin zu. Zu dieser Zeit beschäftigte er in der Oranienburger Straße 28 bis zu 20 Mitarbeiter.

Seit 1963 gehörte der Alfred Holz Verlag zum Kinderbuchverlag. Die Bücher erschienen weiter unter der Leitung von Alfred Holz mit dem alten Namen. 1974 wurden nach seinem Tod die Bezeichnung in Edition Holz im Kinderbuchverlag umgewandelt.

Literatur

  • Christoph Links: Die verschwundenen Verlage der SBZ/DDR. Teil 3. Kinder- und Jugendbuchverlage. In Marginalien, 231, 2018, S. 27–37, hier S. 30f. PDF
  • Horst Kunze: Der Verleger Alfred Holz. 1904 bis 1974. Mit einer Bibliographie seiner Verlagswerke von Anneliese Krause. In: Marginalien, 156, 4, 1999, S. 3–42

Einzelnachweise

  1. Die schönsten Bücher des Jahres der DDR Peter Eisenburger, (siehe Liste der prämierten Bücher (unten)); es wurden jährlich zwischen 20 und 55 Bücher prämiert
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