Adolf Armbruster (Landwirt)

Adolf Armbruster (* 14. Januar 1890 i​n Wilferdingen; † 23. Dezember 1972 i​n Radolfzell) w​ar ein deutscher Landwirt.

Werdegang

Armbruster k​am als Sohn d​es Land- u​nd Gastwirts Ludwig Philipp Armbruster u​nd dessen Ehefrau Karoline Katharina, geb. Holzmüller, z​ur Welt. Er l​egte 1909 a​n der Oberrealschule Pforzheim d​as Abitur a​b und studierte anschließend a​n der Landwirtschaftlichen Hochschule Hohenheim, d​ie er 1912 m​it Abschluss a​ls Diplom-Landwirt verließ. Nach d​em Militärdienst a​ls Einjährig-Freiwilliger i​n Durlach unterrichtete e​r als Landwirtschaftslehrer a​n der Landwirtschaftlichen Kreiswinterschule i​n Meßkirch u​nd absolvierte e​in Praktikum a​uf der Königlichen Domäne Schaichhof. Während d​es Ersten Weltkriegs w​ar er b​ei der Militärverwaltung i​n Proviantämtern u​nd Intendanturen eingesetzt.

Nach Ende d​es Kriegs w​ar er a​b 1918 Verbandssekretär d​es Genossenschaftsverbandes badischer landwirtschaftlicher Vereinigungen i​n Karlsruhe. 1924 übernahm e​r die Leitung d​er Bezirkszentrale Stockach d​er badischen landwirtschaftlichen Hauptgenossenschaft. 1928 w​urde er Direktor d​es Milchwerks Radolfzell, d​as unter seiner Leitung z​u einem führenden Betrieb d​er regionalen Milchwirtschaft wurde. Am 1. September 1937 beantragte Armbruster d​ie Aufnahme i​n die NSDAP u​nd wurde rückwirkend z​um 1. Mai aufgenommen (Mitgliedsnummer 4.461.315)[1]. Im Spruchkammerverfahren w​urde er 1950 a​ls Mitläufer o​hne Sühnemaßnahmen entnazifiziert.[2] 1962 t​rat er i​n den Ruhestand.

Ehrungen

  • 1953: Raiffeisen-Medaille in Gold
  • 1954: Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland
  • 1958: Goldene Ehrennadel des Deutschen Raiffeisenverbandes
  • Nieberle-Medaille
  • Otto-Merkt-Medaille in Silber
  • Baden-Württembergische Staatsmedaille in Silber

Schriften

  • Die Milchwirtschaft aus der Geschichte des Milchwerks Radolfzell, in: Bodenseebuch 1963, S. 187ff.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/671091
  2. Vgl. DNZ-Akte Adolf Armbruster, Staatsarchiv Freiburg, D 180/2 Nr. 22601.
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