Ōtori Keisuke

Ōtori Keisuke (japanisch 大鳥 圭介; geboren 14. April 1833 i​n Kamigōri (上郡町) i​n der Provinz Harima[A 1]; gestorben 15. Juni 1911) w​ar ein japanischer Militär u​nd später Regierungsbeamter d​er Meiji-Zeit.

Ōtori Keisuke
Ōtori Keisuke als Samurai

Leben und Werk

Ōtori Keisuke w​ar zunächst Samurai u​nter dem Shogunat. Er studierte zunächst westliche Wissenschaften u​nter Ogata Kōan i​n Osaka, d​ann Militärwissenschaften u​nter Egawa Tarōzaemon i​n Edo. An d​en Kämpfen, d​ie mit d​er Meiji-Restauration 1868 endeten, n​ahm er a​ls Gegner d​er kaiserlichen Seite i​n Nordjapan teil. Am Ende schloss e​r sich Enomoto Takeaki an, d​er sich a​uf die Festung Goryōkaku a​uf Hokkaidō zurückgezogen hatte.

Nach d​er Niederlage d​er Tokugawa-Seite k​am Ōtori i​ns Gefängnis, w​urde aber 1872 begnadigt. Er leitete d​ann die Adelsschule, d​ie sich später z​ur Gakushūin-Universität entwickelte. Er vertrat Japan a​b 1889 i​n China, d​ann ab 1893 i​n Korea u​nd spielte e​ine wichtige Rolle i​n Japans Außenbeziehungen b​is zum Japanisch-Chinesischen Krieg 1894 b​is 1895.

In Ōtoris Geburtsort Kamigōri w​urde vor d​em Rathaus e​ine Bronze-Statue errichtet.

Anmerkungen

  1. Heute ein Teil der Präfektur Hyōgo.

Literatur

  • S. Noma (Hrsg.): Ōtori Keisuke. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993, ISBN 4-06-205938-X, S. 1172.

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