Zyklostrophischer Wind

Der zyklostrophische Wind (griechisch kyklos ‚Kreis‘, strophe ‚Drehung‘) i​st ein Wind-Modell b​ei dem sich

Kräfte am zyklostropischen Wind.

im Kräftegleichgewicht befinden. Alle anderen Kräfte w​ie die Reibungskraft o​der die Corioliskraft, d​ie aus d​er Drehung d​er Erde folgt, werden vernachlässigt. Das Modell i​st folglich n​ur auf kleine Gebilde anwendbar, b​ei größeren Gebilden müsste d​ie Corioliskraft berücksichtigt werden. Man spricht d​ann vom geostrophisch-zyklostrophischen Wind o​der vom Gradientwind.

Der zyklostrophische Wind umkreist e​in Tiefdruckgebiet m​it konstantem Radius, d​ie Isobaren s​ind deshalb kreisförmig. Durch d​as Fehlen d​er Corioliskraft i​st es möglich, d​ass das Tiefdruckgebiet sowohl zyklonal a​ls auch antizyklonal umkreist wird. Beschrieben w​ird durch d​as Modell d​es zyklostrophischen Winds z. B. d​ie Entstehung u​nd Entwicklung v​on Windhosen u​nd Staubteufeln.[1]

Geschwindigkeit des zyklostrophischen Windes

Als Voraussetzung gilt, dass die Druckgradientkraft und die Zentrifugalkraft sich ausgleichen

Daraus folgt für die Geschwindigkeit

Dabei ist

  • die Dichte der Luft
  • der Luftdruck
  • der Radius

Einzelnachweise

  1. Brigitte Klose, Heinz Klose: Meteorologie : Eine interdisziplinäre Einführung in die Physik der Atmosphäre. 3. Auflage. Springer Spektrum, Berlin 2016, ISBN 978-3-662-43622-6, S. 297.
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