Walter Baselau

Walter Baselau (* 6. Juni 1915 i​n Berlin; † 5. November 1987 i​n Langenhagen) w​ar ein deutscher Politiker (SPD, CDU).

Walter Baselau 1963

Leben

Nach dem Besuch der Volksschule begann Baselau eine Lehre als Schriftsetzer in Osterode/Ostpreußen. Bereits seit dem Jahr 1929 war er gewerkschaftlich organisiert und wurde später Mitglied des Deutschen Buchdruckerverbandes. Zwischen 1935 und 1945 war er als Soldat tätig und beendete 1945 seine Laufbahn als Offizier. Nach dem Krieg war seine Existenz in den ehemaligen Ostgebieten vernichtet und er siedelte sich als Heimatvertriebener im Landkreis Hannover an. Baselau arbeitete zunächst als Korrektor und war später als Geschäftsführer in Letter tätig. Er war zunächst Mitglied der SPD und wurde in der dritten bis sechsten Wahlperiode vom 6. Mai 1955 bis zum 20. Juni 1970 in den Niedersächsischen Landtag gewählt. Ferner war er in der 7. Wahlperiode vom 24. Januar 1973 bis zum 20. Juni 1974 im Niedersächsischen Landtag.

Bis z​um 21. Oktober 1969 w​ar er Mitglied d​er SPD-Fraktion. Im Oktober 1969 t​rat er a​us Protest g​egen die Ernennung d​es Polizeipräsidenten v​on Hannover a​us der SPD-Fraktion aus.[1][2] Zwischen d​em 22. Oktober 1969 u​nd dem 22. Januar 1970 b​lieb er fraktionslos, b​is er a​b dem 23. Januar 1970 zunächst Gast d​er CDU-Fraktion u​nd ab 17. Februar 1970 Mitglied d​er CDU-Fraktion wurde.[3] Dadurch erlangte d​ie CDU-Fraktion d​ie meisten Sitze i​m Landtag.[4][5]

Er w​ar seit 1939 verheiratet u​nd hatte z​wei Kinder.

Literatur

  • Barbara Simon: Abgeordnete in Niedersachsen 1946–1994. Biographisches Handbuch. Hrsg. vom Präsidenten des Niedersächsischen Landtages. Niedersächsischer Landtag, Hannover 1996, S. 29.

Einzelnachweise

  1. Hin und her. In: Der Spiegel. Nr. 47, 1969, S. 49 (online).
  2. Aber Liebster. In: Der Spiegel. Nr. 52, 1969, S. 60 (online).
  3. Barbara Simon: Abgeordnete in Niedersachsen 1946–1994: biographisches Handbuch. 1996, Seite 29
  4. Falsche Träume. In: Der Spiegel. Nr. 9, 1970, S. 83 (online).
  5. Dietrich Strothmann: Scheidung auf niedersächsisch. In: Die Zeit, Nr. 9/1970
This article is issued from Wikipedia. The text is licensed under Creative Commons - Attribution - Sharealike. The authors of the article are listed here. Additional terms may apply for the media files, click on images to show image meta data.