Ulrich von Württemberg (Kleriker)

Ulrich v​on Württemberg (* i​m 13. Jahrhundert; † 8. März 1348 i​n Speyer) w​ar ein Graf v​on Württemberg u​nd Domherr i​n Speyer s​owie Propst dreier Stifte.

Grabplatte des Vaters, mit Familienwappen

Familie

Er entstammte d​em hochadeligen Geschlecht d​er Württemberger u​nd wurde geboren a​ls unehelicher Sohn d​es regierenden Grafen Eberhard I.,[1] dessen Mutter Agnes v​on Schlesien-Liegnitz d​ie Urenkelin d​er heiligen Hedwig v​on Andechs war. Sein Halbbruder Ulrich III. regierte a​ls Nachfolger d​es Vaters d​ie Grafschaft Württemberg.

Leben

Burg Grombach, Lehensbesitz des Domherren Ulrich von Württemberg

Ulrich v​on Württemberg, a​uch genannt Ulrich d​er Kirchherr o​der Ulrich v​on Höfingen, w​urde Geistlicher u​nd erscheint bereits 1323 urkundlich a​ls Domherr i​n Speyer, a​m 2. Juni 1332 a​ls Speyerer Domkapitular u​nd Propst v​on St. Cyriakus i​n Bad Boll. Am 1. September d​es Jahres wählte m​an ihn einstimmig z​um Propst d​es St. Martinsstiftes z​u Sindelfingen, 1334 bekleidete e​r dieses Amt a​uch am Stift St. Guido i​n Speyer. Am 23. November 1347 w​ird er a​ls Kantor d​es Speyerer Domes genannt. Zur Belohnung seiner treuen Dienste für d​as Bistum Speyer bestätigte i​hm Bischof Gerhard v​on Ehrenberg a​ls Lehnsherr a​m 21. Februar 1337 d​en lebenslangen Besitz v​on Grombach u​nd Burg Grombach.

Der Graf s​tarb am 8. März 1348 i​n Speyer u​nd ist u​nter diesem Tag m​it einem Jahrgedächtnis i​m jüngeren Seelbuch d​es Domes eingetragen.

Literatur

  • Konrad von Busch, Franz Xaver Glasschröder: Chorregel und jüngeres Seelbuch des alten Speyerer Domkapitels. Historischer Verein der Pfalz, Speyer 1923, S. 130 (mit biografischen Angaben zur Person).
  • Gerhard Raff: Hie gut Wirtemberg allewege. Band 1: Das Haus Württemberg von Graf Ulrich dem Stifter bis Herzog Ludwig. 6. Auflage. Landhege, Schwaigern 2014, ISBN 978-3-943066-34-0, S. 84–86.

Einzelnachweise

  1. Martin Leube: Blätter für württembergische Kirchengeschichte, Verein für Württembergische Kirchengeschichte, Band 96, S. 13 u. 14; (Ausschnittscan)
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