Theodor Wolff (Politiker, 1867)

Theodor Wolff (* 6. November 1867[1] i​n Schönbronn; † 22. Juni 1927 i​n Stuttgart) w​ar ein deutscher Redakteur u​nd Mitglied d​es Deutschen Reichstags.

Leben

Wolff besuchte b​is 1879 d​ie Volksschule, b​is 1881 d​ie Lateinschule u​nd von 1881 b​is 1885 d​ie theologischen Seminarien Maulbronn u​nd Blaubeuren. Danach besuchte e​r bis 1889 d​ie Tübinger Hochschule (Stift), w​o er s​ich neben d​em beruflichen Studium v​on Philosophie u​nd Theologie a​uch mit geschichtlichen u​nd nationalökonomischen Studien beschäftigte. 1889 promovierte e​r zum Dr. phil. m​it der Schrift: Die Bauernkreuzzüge d​es Jahres 1096. Im evangelischen Kirchendienst w​ar er v​on 1890 b​is 1899, d​ann ab 1. August 1899 Redakteur d​er Deutschen Reichspost i​n Stuttgart. Ab 1902 w​ar er hauptsächlich für d​en Bund d​er Landwirte tätig.

Von 1903 b​is 1907 w​ar er Mitglied d​es Deutschen Reichstags für d​en Wahlkreis Württemberg 3 (Heilbronn, Besigheim, Brackenheim, Neckarsulm). Im Reichstag schloss e​r sich d​er Fraktion d​es Bundes d​er Landwirte an.[2]

Ab 1906 b​is zum Ende d​er Monarchie 1918 w​ar er Mitglied i​n der Zweiten Kammer d​er Württembergischen Landstände u​nd vertrat d​en Wahlkreis Marbach. Von 1919 b​is 1920 besaß e​r ein Mandat i​n der Verfassunggebenden Landesversammlung für d​en Württembergischen Bauern- u​nd Weingärtnerbund (WBWB). Von 1920 b​is zu seinem Tod gehörte e​r erneut d​em Landtag i​n Stuttgart an.

Literatur

  • Frank Raberg: Biographisches Handbuch der württembergischen Landtagsabgeordneten 1815–1933. Im Auftrag der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg. Kohlhammer, Stuttgart 2001, ISBN 3-17-016604-2, S. 1035 f.

Einzelnachweise

  1. Im Reichstagshandbuch ist als Geburtsjahr abweichend vom Handbuch von F. Raberg das Jahr 1862 angegeben
  2. Carl-Wilhelm Reibel: Handbuch der Reichstagswahlen 1890–1918. Bündnisse, Ergebnisse, Kandidaten (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 15). Halbband 2, Droste, Düsseldorf 2007, ISBN 978-3-7700-5284-4, S. 1211–1214.
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