Standwaage

Die Standwaage i​st eine Turnübung, d​ie auf d​em Schwebebalken o​der beim Bodenturnen durchgeführt wird. Bei e​iner Standwaage s​teht man a​uf einem Bein, während d​as andere gestreckt i​m 90°-Winkel o​der höher n​ach hinten zeigt. Die Arme werden n​ach links u​nd rechts ausgestreckt. Diese Haltung m​uss meistens 3–5 Sekunden gehalten werden. Für ungestreckte Füße o​der Beine u​nd einen z​u kleinen Winkel d​er beiden Beine werden i​n der Kür Punkte abgezogen.

Standwaage am Boden, durchgeführt von einem tschechischen Jugendturner beim 24. Rheintalcup
Standwaage mit zum Spagat gespreizten Beinen eines Jugendturners beim Internationalen Deutschen Turnfest 2017.

Standwaage beim Voltigieren

Beim Voltigieren zählt die Standwaage zu den Kürübungen. Die Anforderung an die Körperhaltung unterscheiden sich leicht von denen der Turner: Hier bilden Spielbein (das ausgestreckte Bein), Oberkörper und – je nach Ausführung – die Arme annähernd eine Gerade in der Waagerechten.[1] Wird das Spielbein in deutlich weiterem Winkel als 90° vom Standbein nach hinten abgespreizt, spricht man stattdessen von einem Standspagat (umgangssprachlich auch „Nadel“). Die Position muss mindestens drei Takte (Galoppsprünge) lang ausgehalten werden. Beliebte Ausführungen der Übung sind die Standwaage in der Schlaufe und die freie Standwaage im Griff.

Literatur

  • Deutsche Reiterliche Vereinigung: Aufgabenheft Voltigieren (Ausgabe 2008). Anforderungen und Kriterien im Deutschen Turniersport gem. LPO. FN-Verlag, Warendorf 2007.
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Einzelnachweise

  1. Deutsche Reiterliche Vereinigung: Aufgabenheft Voltigieren (Ausgabe 2008). Anforderungen und Kriterien im Deutschen Turniersport gem. LPO. 2007, S. 13.
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