Sophie Eleonore von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern

Sophie Eleonore v​on Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (* 5. März 1674 i​n Osterholz; † 14. Januar 1711 i​n Gandersheim) w​ar eine welfische Prinzessin u​nd Kanonissin i​m Stift Gandersheim.

Leben

Sophie Eleonore w​urde als älteste Tochter Ferdinand Albrechts I. v​on Braunschweig-Bevern (1636–1687) u​nd der Christine v​on Hessen-Eschwege (1648–1702) geboren. Am 4. Februar 1686 stellte i​hr Vater e​in Gesuch a​n das Stift Hildesheim, i​n dem e​r um d​ie Aufnahme seiner 12-jährigen Tochter bat, dieses w​urde jedoch abgelehnt. Am 13. September 1690 erhielt s​ie zunächst e​ine Provision a​uf eine Anstellung a​ls Kanonissin. Im April 1694 w​urde sie i​n dieser Funktion i​m Stift Gandersheim eingeführt. Sie schrieb während i​hres Aufenthalts d​ort eigene Gedichte u​nd Kirchengesänge i​n ihre Tagebücher.[1] Wahrscheinlich ist, d​ass sie i​hrer Cousine, d​er Äbtissin Christine, nachfolgen sollte. Sie verstarb jedoch i​m Beisein i​hrer Brüder Ferdinand Albrecht u​nd Ernst Ferdinand bereits 1711 a​n den Pocken. Sophie Eleonore w​urde im Dom z​u Braunschweig beigesetzt.[1]

Werke (Auswahl)

Sophie Eleonore dichtete Kirchenlieder, d​ie in z​wei Sammlungen veröffentlicht wurden (1696 u​nd 1713). Erhalten h​aben sich i​hre Tagebücher a​us den Jahren 1701 b​is 1705.

  • Geistliche Lieder, über die sieben Blutvergiessungen Christi Jesu, der gantzen Welt Heiland, von einer Gottergebenen Seelen zum Druck befördert. 1696, OCLC 257659183.
  • Samuel Baldovius (Hrsg.): Das weibliche Geschlecht und ihr himmlisch Erb-Recht. ([…] bey der Tauff […] Fräulein Sophia Eleonora, Hertzogin zu Braunschweig und Lüneburg gepriesen und erwiesen) Friedrich Kargern, Giessen um 1674, OCLC 42811608.
  • mit Eberhard Finen: Die Rechte des Herrn ein Lied im Hause der Weyland durchlauchtigsten .̤ Frauen Sophia Eleonora Hertzogin zu Braunschweig und Lüneburg Käyserl. Freyen Stiffts Gandersheim Canonissin nach dero höchst-seeligsten Absterben zu erbaulicher Andacht anderer frommen Christen auf hohen gnädigsten Befehl zum Druck befördert. Johann Georg Zilligern, Braunschweig 1713, OCLC 257378413.

Literatur

  • Christof Römer: Braunschweig-Bevern, Ein Fürstenhaus als europäische Dynastie 1667–1884. S. 70–71, Braunschweig, 1997.
  • Kurt Kronenberg: Eine Schwester der Roswitha. Das Leben der Kanonisse Sophie Eleonore (1647–1711). in: Gandersheimer Chronikblätter. 1971, Jg. 2, Nr. 11/12, S. 50–61; 1972, Jg. 3, Nr. 1, S. 6–7.

Einzelnachweise

  1. Das Bistum Hildesheim: Das Reichsunmittelbare Kanonissenstift Gandersheim. Abschnitt: – (§ 45. Kanonissen) S. 387–388. auf books.google.de, abgerufen am 14. September 2013.
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