Rudolph Grosse

Rudolph Grosse a​uch Rudolf Grosse (* 12. Januar 1879 i​n Stendal; † 7. Februar 1949 ebenda) w​ar ein deutscher Kommunalpolitiker, Wissenschaftler u​nd Kunstsammler.

Grosse k​am aus e​iner alteingesessenen Stendaler Buchhändler- u​nd Verlegerfamilie. In Lübeck w​ar er b​is 1937 Stadtsyndikus u​nd leitete a​ls Staatskommissar d​er Hansestadt d​ie städtischen Rechtsangelegenheiten. Zudem w​ar er für d​ie Bereiche Verkehr, Handel, Schifffahrt, Kommunikation u​nd Finanzen zuständig.

Sein besonderes Interesse galt der Person von Johann Joachim Winckelmann. 1938 organisierte er die erste große Winckelmannausstellung. Von 1947 bis zu seinem Tode leitete Grosse als Geschäftsführer die wiedergegründete Winckelmann-Gesellschaft in Stendal.[1][2]

1948 erschien Grosses Schrift Mittelalterliche Holzschnittkunst u​nd Plastik i​n der Altmark. Grosse w​ar ein bedeutender Kunstsammler, d​er Kunst d​er Moderne, s​o von Kollwitz, Liebermann, Munch u​nd Schmidt-Rottluff, erwarb. Seine Sammlung befindet s​ich im Stendaler Winckelmann-Museum.[1]

Einzelnachweise

  1. Martin Wiehle: Altmark-Persönlichkeiten. Biographisches Lexikon der Altmark, des Elbe-Havel-Landes und des Jerichower Landes (= Beiträge zur Kulturgeschichte der Altmark und ihrer Randgebiete. Bd. 5). Dr. ziethen verlag, Oschersleben 1999, ISBN 3-932090-61-6, S. 61.
  2. Geschichte der Winckelmann-Gesellschaft, mit Foto von Grosse.
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