Privatkapelle (Simonsberg)

Im oberschwäbischen Simonsberg, e​inem Einzelgehöft b​ei Hausen, Gemeinde Salgen befindet s​ich eine römisch-katholische Privatkapelle. Die historischen Ausstattungsstücke stehen u​nter Denkmalschutz.[1]

Simonsberg Hofkapelle
Grundstein und deutsche Übersetzung

Baugeschichte

Der kleine Bau w​urde in d​er zweiten Hälfte d​es 19. Jahrhunderts i​m Hof e​ines Anwesens erbaut. Der m​it einer Flachtonne überwölbte Rechteckraum u​nd einer Lourdesgrotte i​st nach Süden gerichtet. Am Nordgiebel befindet s​ich ein hölzerner, m​it Blech verkleideter Dachreiter m​it quadratischem Querschnitt.

Der Grundstein d​er ehemaligen Simon-und-Juda-Kapelle befindet s​ich innen a​n der Ostwand. Die kleine quadratische Kupferplatte trägt folgende Antiqua-Inschrift i​n lateinischer Sprache:

SERENISSIMI BOIORVM DVCIS DNI
MAXIMILIANI ELECTORIS DITIONIS
MINDELHAIMENSIS
ET SACRARVM
AEDIVM IBIDEM EXISTENTIVM
PRAEFECTVS SVPREMVS AVX_
ILIO EARVN(D)EM ET SVMPTIBVS
SACELLVM IN MONTE S. SIMONIS
SITVM INS(T)AVRARIFECIT
IBIDEMQVE PRIMVM FVNDAMEMET.
LAPIDEM IECIT SEXTO
NONAS IVLY
ANNO MDCXXVI
DUBLI.

Die Kupferplatte ist in eine Marmorplatte aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit der deutschen Übersetzung des Textes eingelassen. An der nördlichen Innenwand befindet sich eine marmorne Gedenktafel aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zur Erinnerung an die im 17. Jahrhundert an der Pest Verstorbenen und am Simonsberg Begrabenen aus der Gemeinde Hausen. Das kleine Kruzifix, das sogenannte Ulrichskreuz, mit Rocaillen an den Balkenenden, besteht aus gefasstem Holz und wurde im 18. Jahrhundert gefertigt.

Literatur

Commons: Privatkapelle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Eintrag in die Denkmalliste

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