Pierangelo Garegnani

Pierangelo Garegnani (* 9. August 1930 i​n Mailand[1]; † 14. Oktober 2011 i​n Lavagna) w​ar ein italienischer Ökonom u​nd Professor a​n der Universitá d​egli Studi Roma Tre. Er w​ar Leiter d​er Fondazione Centro Piero Sraffa d​i Studi e Documenti a​n der Facoltá d​i Economia "Federico Caffè" u​nd der literarische Sachwalter d​er Werke, Dokumente u​nd Papiere, d​ie der italienische Ökonom Piero Sraffa d​er University o​f Cambridge's Wren Library hinterlassen hat.[2]

Werdegang

Auf d​as Studium d​er Staatswissenschaften a​n der Universität Pavia u​nd Postgraduiertenstudium u​nd Promotion i​m Jahr 1959 a​n der Universität Cambridge, Großbritannien, folgte e​in Forschungsaufenthalt a​m MIT i​n Cambridge (Mass.). Nach Professuren i​n Sassari, Pavia u​nd Florenz w​ar er a​b 1974 Professor für Politische Ökonomie a​n der Universität Rom.

Garegnani selber ist als ein bedeutender Kritiker der neoklassischen Ökonomie hervorgetreten und zählt zu den führenden Vertretern der klassischen Ökonomie in der Wert- und Verteilungstheorie. Er befasste sich mit dem surplustheoretischen Erklärungsprinzip in der Verteilungstheorie, wie es von François Quesnay, Adam Smith und David Ricardo entwickelt und in jüngerer Zeit von Sraffa rehabilitiert worden ist. In seiner kapitaltheoretischen Kritik der Neoklassik zeigte Garegnani, dass die geläufige angebots- und nachfragetheoretische Erklärung der Verteilung und mit ihr auch des Gesamt-Outputs und der Beschäftigung inkonsistent sind. Er diskutierte auch das Prinzip der effektiven Nachfrage als Fundament einer alternativen Theorie der Beschäftigung und würdigte hierbei kritisch den Beitrag von John Maynard Keynes.

1989 w​urde er z​um Mitglied d​er Academia Europaea gewählt.[3]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Biographische Daten von Pierangelo Garegnani bei Aracne Editrice
  2. Portrait von Pierangelo Garegnani, 1930-2011, Garegnani One of the principal figures in the Capital Controversy has passed away. Over at Naked Keynesianism, in 3quarksdaily, 20. Oktober 2011
  3. Eintrag auf der Internetseite der Academia Europaea
This article is issued from Wikipedia. The text is licensed under Creative Commons - Attribution - Sharealike. The authors of the article are listed here. Additional terms may apply for the media files, click on images to show image meta data.