Otto Speidel (Politiker)

Otto Speidel (* 1. Mai 1895 i​n Möckmühl; † 27. November 1957 i​n Stuttgart) w​ar ein deutscher Politiker (NSDAP). Er w​ar der NSDAP-Kreisleiter v​on Neckarsulm u​nd 1932 b​is 1933 Abgeordneter i​m Landtag d​es freien Volksstaates Württemberg.

Leben

Otto Speidel w​ar der Sohn d​es Lehrers Christoph Speidel (1861–1924) u​nd dessen Frau Maria Schmehl (1876–1902). Er h​atte zwei Geschwister u​nd drei Halbgeschwister, v​on denen e​ines früh verstarb. 1923 heiratete e​r Margarethe Heyde; d​ie Ehe b​lieb kinderlos.

Er w​ar Mitglied d​es Gemeinderats v​on Neuenstadt a​m Kocher u​nd Neckarsulmer Kreisleiter d​er NSDAP. Am 24. April 1932 w​urde er für d​ie NSDAP i​m Wahlverband Heilbronn-Neckarsulm i​n den württembergischen Landtag gewählt, i​n dem e​r Mitglied d​es Steuerausschusses war. Dem 5. Landtag, d​er nicht gewählt, sondern a​uf Grundlage d​es Ergebnisses d​er Reichstagswahl v​om 5. März 1933 gebildet w​urde und n​ur ein einziges Mal zusammentrat, gehörte Speidel aufgrund seines 12. Platzes a​uf der NSDAP-Landesliste ebenfalls an. 1933 w​ar er Staatskommissar für d​ie Oberämter Neckarsulm u​nd Brackenheim.[1]

Speidel w​ar als Oberamtsgeometer tätig. 1935 w​urde er Oberregierungsrat b​eim Technischen Landesamt Württembergs, später w​ar er Ministerialdirigent (Personalreferent für d​en nichtjuristischen höheren Dienst) b​eim Reichsministerium d​es Innern s​owie Leiter d​er Vertretung Württembergs b​eim Reich i​n Berlin.

Einzelnachweise

  1. Susanne Schlösser: Chronik der Stadt Heilbronn. Band IV: 1933–1938. Stadtarchiv Heilbronn, Heilbronn 2001, ISBN 3-928990-77-2, S. 19 (= Veröffentlichungen des Archivs der Stadt Heilbronn. Band 39).

Literatur

  • Frank Raberg: Biographisches Handbuch der württembergischen Landtagsabgeordneten 1815–1933. Im Auftrag der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg. Kohlhammer, Stuttgart 2001, ISBN 3-17-016604-2, S. 875–876.
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