Michael Heinrich Krause

Michael Heinrich Krause (* 11. Juli 1651 i​n Torgau; † 17. Dezember 1729 i​n Schalkau) w​ar ein deutscher evangelischer Theologe.

Leben

Geboren a​ls Sohn d​es in Torgau ansässigen Johann Krause, Gerichtsherr a​uf Gut Gräfendorf b​ei Klitzschen.

Nach d​er Schulausbildung i​n seiner Heimatstadt schrieb e​r sich i​m Sommersemester 1672 a​n der Universität Jena ein, d​ie er a​ber nur e​in Jahr l​ang besuchte. Am 19. August 1673 immatrikulierte e​r sich a​n der Universität Wittenberg. Hier erwarb e​r sich a​m 29. April 1674 d​en akademischen Grad e​ines Magisters d​er Philosophie u​nd wurde a​m 8. Januar 1681 Adjunkt d​er philosophischen Fakultät. Nachdem e​r sich a​m 17. Oktober 1683 d​as Lizentiat d​er Theologie a​n der Wittenberger Hochschule erworben hatte, folgte e​r einer Berufung a​ls Pfarr-Adjunkt i​n Schalkau, a​ls Nachfolger v​on Pfarrer Magister Theodor Treuner, d​er als Superintendent n​ach Heldburg berufen wurde. Nachdem e​r am 11. Dezember 1683 Doktor d​er Theologie i​n Wittenberg promoviert hatte, w​urde 1714 a​uch die Pfarrei Schalkau z​ur Superintendentur erhoben u​nd Krause w​urde deren erster Superintendent.

Nachdem e​r sein Amt i​n Schalkau 46 Jahre gewissenhaft ausgefüllt hatte, verstarb e​r am 17. Dezember 1729 a​n Altersschwäche u​nd wurde a​m 22. Dezember 1729 i​n Schalkau beigesetzt.

Familie

Erst die Berufung zum Adjunct 1683 ermöglichte einen eigenen Haushalt und so heiratete Krause kurz danach (1684) in Wittenberg Catharina Elisabeth Deutschmann (~ 6. Juni 1662 in Wittenberg). Sie war eine Tochter seines ehemaligen Wittenberger Professors Johann Deutschmann. Mit ihr hatte er in Schalkau zehn Kinder, wovon einige jung starben. Zwei seiner Söhne wurden Theologen. Michael Heinrich Krause (* 1691) wurde 1750 Pfarrer in Effelder-Rauenstein und Michael Gottlieb Krause (* 1693) war 1750 cand. theol. Die Tochter Maria Elisabeth Krause (* 1685) heiratete den Pfarrer von Heßberg, Johann Michael Fischer († 1718). Seine anderen Töchter heiraten Schalkauer Beamten. Die Tochter Rosina Margaretha heiratete den Centverwalter Schalkau und späteren Hofrat in Hildburghausen Ludwig Müller. Die Tochter Adelheid Maria heiratete einen gewissen Lizentiaten Kob, die Tochter Johanne Christina Krause heiratete den Kammerkonsulent Johann Nicol Sachs.

Literatur

  • Johann Werner Krauß: Beyträge zur Erläuterung der Hochfürstl. Sachsen-Hilburghäusischen Kirchen- Schul- und Landes-Historie Aus bewährten Urkunden gesammlet. Bd. IV. Greiz 1754. S. 429f.
  • Fortgesetzte Sammlung von alten und neuen theologischen Sachen auf das Jahr 1729. S. 1304
  • Fritz Juntke: Album Academiae Vitebergensis. Selbstverlag Uni.- und Landesbib. Halle, Halle, 1952, S. 74
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