Laufey

Laufey o​der auch Nál i​st in d​er nordischen Mythologie d​ie Frau d​es Riesen Fárbauti u​nd die Mutter v​on Loki.

Die Deutung d​es Namens Laufey i​st unsicher. In e​iner von Ulf Diederichs herausgegebenen Zusammenstellung v​on Lieder-Edda u​nd Snorra-Edda w​ird der Name a​ls „Laubinsel“ übersetzt.[1] Nál bedeutet (wie a​uch im Neuisländischen)[2] „Nadel“ u​nd wird i​n der Übersetzung d​er Snorra-Edda d​urch Gustav Neckel entsprechend wiedergegeben:

„Er heißt Loki o​der Lopt, s​ein Vater Farbauti – e​in Riese –, s​eine Mutter Laufey o​der Nadel, s​eine Brüder s​ind Byleist u​nd Helblindi.“

Prosa-Edda[3]

Neben dieser Stelle a​us der Gylfaginning w​ird Laufey sowohl i​n der Lieder-Edda a​ls auch i​n der Snorra-Edda mehrfach erwähnt, allerdings m​eist nur i​n Wendungen w​ie „Loki, d​er Sohn d​er Laufey“. Dass Loki i​n der Edda s​tets Loki Laufeyjar sonr („Loki, Sohn d​er Laufey“), n​icht aber Farbauta s​onr („Sohn d​es Farbauti“) genannt wird, l​iegt im poetischen Stilmittel d​er Alliteration begründet.

Einzelnachweise

  1. Ulf Diederichs (Hrsg.): Germanische Götterlehre. 4. Auflage. Diederichs, München 1984, ISBN 3-424-00746-3, S. 246.
  2. Ingvar G. Brynjólfsson: Langenscheidts Universal-Wörterbuch Isländisch. 13. Auflage. Langenscheidt, Berlin 1988, ISBN 3-468-18170-1, S. 121.
  3. Prosa-Edda. In: Ulf Diederichs (Hrsg.): Germanische Götterlehre. 4. Auflage. Diederichs, München 1984, ISBN 3-424-00746-3, S. 246.
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