Léon Guillaume Bouly

Léon Guillaume Bouly (* 1872; † 1932) wird als ein französischer Erfinder angenommen, der Urheber der Bezeichnung Cinématographe war. Am 12. Februar 1892 wurde unter dem Namen die Anmeldung hinterlegt für ein Patent auf einen „appareil réversible de photographie et d’optique pour l’analyse et la synthèse des mouvements, dit le Cynématographe Léon Bouly“. Es kam zum französischen Staatspatent, Nummer 219'350. Am 27. Dezember 1893 wurde eine Änderung am Namen seines Apparates angebracht: Cinématographe.

Bouly-Apparat beim CNAM

Der Cinématographe funktioniert m​it Papier u​nd Rollfilm o​hne Perforation n​ach dem Prinzip d​er Klemme. Der Filmantrieb w​ird mit e​iner Segmentrolle gegenüber Vollrolle bewerkstelligt.

Als 1894 d​ie Jahresgebühr fürs Patent n​icht bezahlt worden war, w​urde der Begriff Cinématographe Allgemeingut u​nd im folgenden Jahr reserviert für d​ie Brüder Lumière.

Zwei seiner Apparate werden aufbewahrt beim Conservatoire National des Arts et Métiers zu Paris. Seit 2012 gibt es einen Nachbau des Apparates.

Literatur

  • Michel Auer, Michèle Ory: Histoire de la caméra ciné amateur. Editions Big; Genf, 1979. ISBN 2-85917-011-1, S. 44, 46, 47.
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