Hubert Berkenkamp

Hubert Berkenkamp (* 17. Januar 1903;[1]1941[2]) w​ar ein deutscher politischer Funktionär u​nd ehrenamtliches Mitglied d​es Volksgerichtshofs.

Berkenkamp (NSDAP-Mitgliedsnummer 746.474)[3] fungierte v​on 1933 b​is 1941 a​ls Parteifunktionär i​m Rang e​ines Oberdienstleiters – später e​ines Reichsamtsleiters – a​ls Leiter d​es Hauptamtes III (Gnadenamt für Parteiangelegenheiten) i​n der sogenannten Kanzlei d​es Führers (auch: Kanzlei d​es Führers d​er NSDAP) m​it Dienstsitz i​n Berlin.[4] Sein Nachfolger i​n dieser Stellung w​urde 1941 Kurt Giese.

1934 w​urde Berkenkamp a​ls einer v​on 23 ehrenamtlichen Mitgliedern d​es 1. Senats b​eim nationalsozialistischen Volksgerichtshof berufen. Nach Eberhard Taubert u​nd Hermann Walch w​ar er d​as drittjüngste ehrenamtliche Mitglied dieser Körperschaft. In d​er SS (Mitgliedsnummer 279.016) erreichte e​r mindestens d​en Rang e​ines SS-Obersturmbannführers.[5]

1938 w​urde Berkenkamp i​n der „Liste d​es Führers z​ur Wahl d​es Großdeutschen Reichstages a​m 10. April 1938“ a​ls Abgeordneter für d​en nationalsozialistischen Reichstag nominiert, erhielt a​ber kein Mandat.[1]

Einzelnachweise

  1. Nach Erich Stockhorst: 5000 Köpfe. Wer war was im Dritten Reich, 1967 S. 54.
  2. Nach Uwe Kaminsky: Euthanasie vor Gericht, S. 24. Er beruft sich dabei auf die Aussage von Giese bei einer Vernehmung am 11. Dezember 1961.
  3. dws-xip.pl
  4. Uwe Kaminsky: Euthanasie vor Gericht, 2005, S. 23.
  5. dws-xip.pl
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