Harry Hahn

Harry Hahn (* 30. Januar 1915 i​n Lodz, Kongresspolen; † 28. Januar 2003 i​n Stuttgart) w​ar ein deutscher Chemiker u​nd Hochschullehrer a​n den Universitäten Hohenheim u​nd Stuttgart.[1]

Leben

Nach seiner Reifeprüfung 1933 am Deutschen Gymnasium Lodz studierte Hahn Chemie an der TH Danzig, 1937 wechselte er an die Universität Heidelberg, wo er als wissenschaftliche Hilfskraft arbeitete. An der Universität Danzig wurde er 1939 zum Dr. Ing. promoviert. Im Jahr 1940 wurde Hahn zur Wehrmacht eingezogen und war Teilnehmer am Russlandfeldzug. Nach Kriegsende habilitierte sich Hahn für das Fachgebiet Chemie an der Universität Heidelberg, wechselte 1946 als Dozent an die Universität Kiel und nahm den Ruf 1959 an die Universität Würzburg an. Die Berufung auf den Lehrstuhl Chemie an die Landwirtschaftliche Hochschule Hohenheim erfolgte 1963. Als gleichzeitiger Lehrbeauftragter für Chemie an der Universität Stuttgart wurde er dort 1964 zusätzlich zum Honorarprofessor ernannt. Die Emeritierung von Harry Hahn erfolgte im Jahr 1980. 1981 wurde er ehrenhalber Mitglied des Corps Germania Hohenheim.[2]

Wichtige Funktionen in Hohenheim

  • Lehrstuhlinhaber und Direktor des Instituts für Chemie der Landwirtschaftlichen Hochschule Hohenheim
  • Direktor der Baden-Württembergischen Landesversuchsanstalt für landwirtschaftliche Chemie
  • Dekan der Naturwissenschaftlichen Fakultät (1965–1967)
  • Dekan des Fachbereichs Biologie und allg. Naturwissenschaften (1973–1974)

Hauptforschungsgebiete

  • Kristallstrukturuntersuchungen; präparative Darstellung und röntgengeographische Strukturaufklärung von binären, ternären und quartären Oxiden, Sulfiden Seleniden und Telluriden;
  • Anwendung moderner physikalischer Methoden in der analytischen Chemie.

Einzelnachweise

  1. Harry Hahn im Hohenheimer Professorenlexikon Ulrich Fellmeth:Die akademischen Lehrer an der Universität Hohenheim 1968 - 2005 (mit K. Quast), Stuttgart 2008.
  2. Verzeichnis Weinheimheimer Corpsstudenten 1990, S. 161
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