Hans Reule

Hans Reule (* 3. November 1642 i​n der Quedlinburger Altstadt; † 1. Oktober 1693 i​n der Quedlinburger Neustadt) w​ar ein deutscher Zimmermeister u​nd Architekt. Mehrere v​on ihm geschaffene Fachwerkhäuser stehen h​eute unter Denkmalschutz u​nd gehören z​um UNESCO-Weltkulturerbe. Für d​en Nachnamen s​ind auch d​ie Schreibweisen Rühle, Rule u​nd Ruhle gebräuchlich.

Haus Mühlenstraße 22

Leben

Hans Reule w​urde als Sohn d​es Quedlinburger Zimmermeisters Heinrich Reule geboren. Zu seinen Geschwistern gehörten a​uch die gleichfalls a​ls Zimmermeister bekannt gewordenen Andreas Rühle u​nd Gabriel Rühle. Am 6. November 1666 heiratete e​r die 18-jährige Maria Rohrs. Aus d​er Ehe gingen zwischen 1667 u​nd 1679 4 Töchter u​nd drei Söhne hervor. Im Alter v​on 28 Jahren errichtete e​r als erstes Haus d​as Gebäude Kaplanei 6. In d​er Zeit zwischen 1670 u​nd 1680 b​aute er i​n Quedlinburg zumindest n​eun Häuser, darunter 1671 d​as heutige Hotel „Zur Goldenen Sonne“. Seine Bauten w​aren überdurchschnittlich repräsentativ. Als Gestaltungsmittel setzte e​r Brüstungsstreben i​m ersten u​nd Rautenkreuze i​m zweiten Obergeschoss ein. Auf d​ie Figur d​es Halben Manns u​nd Andreaskreuze verzichtete er. Letztes Gebäude w​ar 1680 d​as Gebäude Mühlenstraße 22, welches e​r für s​ich selbst errichtete. Am 21. August 1685 verstarb s​eine Ehefrau. Reule g​ing dann a​m 11. Mai 1686 e​ine zweite Ehe m​it Catharina Maria Walburg ein.

Bauten

Literatur

  • Wolfgang Hoffmann: Quedlinburg. Der Stadtführer, Schmidt-Buch-Verlag Wernigerode, 13. Auflage 2010, ISBN 978-3-928977-19-7, Seite 45 f.
  • Hans-Hartmut Schauer, Das städtebauliche Denkmal Quedlinburg und seine Fachwerkbauten, Verlag für Bauwesen Berlin 1990, ISBN 3-345-00233-7, Seite 71, 84

Einzelnachweise

  1. Falko Grubitzsch in: Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Sachsen-Anhalt. Band 1: Ute Bednarz, Folkhard Cremer u. a.: Regierungsbezirk Magdeburg. Neubearbeitung. Deutscher Kunstverlag, München u. a. 2002, ISBN 3-422-03069-7, Seite 753
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