Hans Fritsche (Politiker)

Hans Fritsche (* 4. September 1832 i​n Stendal; † 16. März 1898 i​n Charlottenburg) w​ar ein deutscher Jurist u​nd Kommunalpolitiker u​nd von 1877 b​is 1898 Bürgermeister v​on Charlottenburg (ab 1897 Oberbürgermeister). In Charlottenburg erinnert a​n ihn d​ie 1905 benannte Fritschestraße.[1]

Leben

Fritsche studierte i​n Berlin Staats- u​nd Rechtswissenschaften u​nd arbeitete zunächst a​ls Richter i​n Strasburg i​n Westpreußen u​nd Graudenz. Seine kommunalpolitische Karriere 1870 a​ls Bürgermeister v​on Bernburg. 1874[2] t​rat er a​ls Bürgermeister a​n die Spitze d​er Bürgerschaft v​on Guben. Am 3. Januar 1877 t​rat Fritsche d​as Amt d​es Bürgermeisters d​er damals v​or den Toren Berlins gelegenen u​nd gerade a​us dem Landkreis Teltow ausgegliederten Stadt Charlottenburg a​n (ab 1887 Oberbürgermeister).[3] Während seiner Amtszeit w​uchs die Einwohnerzahl Charlottenburgs v​on 26.000 a​uf 180.000. Nach Fritsches Tode 1898 folgte i​hm Kurt Schustehrus a​ls Charlottenburger Oberbürgermeister nach.

Grabstätte

Die Stadt Charlottenburg u​nd später d​ie Stadt Berlin e​hrte ihn m​it einem Ehrengrab (2017 n​icht verlängert) a​uf dem Luisenfriedhof II i​n Westend u​nd mit d​er nach i​hm benannten Fritsche-Stiftung z​ur Unterstützung d​er Hinterbliebenen städtischer Beamter u​nd Angestellter.

Literatur

  • Wilhelm Gundlach: Geschichte der Stadt Charlottenburg (2 Bände). Berlin 1905, Textarchiv – Internet Archive.
  • Martin Wiehle: Altmark-Persönlichkeiten. Biographisches Lexikon der Altmark, des Elbe-Havel-Landes und des Jerichower Landes (= Beiträge zur Kulturgeschichte der Altmark und ihrer Randgebiete. Band 5). Dr. ziethen verlag, Oschersleben 1999, ISBN 3-932090-61-6.

Einzelnachweise

  1. Fritschestraße. In: Straßennamenlexikon des Luisenstädtischen Bildungsvereins (beim Kaupert)
  2. Gundlach, Band 1, S. 482 nennt hier das Jahr 1872; Textarchiv – Internet Archive.
  3. Gundlach, Band 1, S. 482 (die in vielen Quellen angegebene Jahreszahl 1878 beruht wohl auf einem Zahlendreher); Textarchiv – Internet Archive.
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